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Last Paradise Lost

Rockoper nach John Miltons epischem Gedicht "Paradise Lost"


Musik von Günter Werno, Andy Kuntz und Stephan Lill
Szenenfolge und Textfassung Andy Kuntz und Johannes Reitmeier
in englischer Sprache mit deutschen Übertiteln

 

 

Inszenierung


Uraufführung: 2. Oktober 2021 
Pfalztheater, Kaiserslautern, Bundesrepublik Deutschland

  • Musikalische Leitung: Günter Werno
  • Regie: Johannes Reitmeier
  • Bühne: Thomas Dörfler
  • Kostüme: Michael D. Zimmermann
  • Chor: Gerhard Polifka

 

Besetzung:  

  • Luzifer: Randy Diamond
  • Erzengel: Andy Kuntz
  • Adam: Frank Kühfuß
  • Eva: Amber-Chiara Eul
  • Beelzebub: Astrid Vosberg
  • Belial: Edward R. Serban
  • Zephan: Monika Hügel
  • Ithuriel: Peter Floch
  • Seraph, später Sünde: Adrienn Čunka
  • Abaddon, später Tod: Alexis Wagner
  • Abdiel: Christian Köbler
  • Zophiel: Lisana Werno
  • Vanden Plas
  • Extrachor des Pfalztheaters Kaiserslautern

 

 

 

 

Premierenchronik

D UA 2. Oktober 2021 Pfalztheater, Kaiserslautern

 

Anmerkung: Uraufführung In Zusammenarbeit mit dem Tiroler Landestheater Innsbruck und dem Theater Münster.

 

 

Inhaltsangabe


"John Miltons sprachgewaltiges Versepos „Paradise Lost – Das verlorene Paradies“ aus dem Jahr 1667 erzählt vom Höllensturz der gefallenen Engel, von der Auflehnung Satans gegen Gottes Ordnung, davon, wie die Sünde in die Welt kam, und der Versuchung Adam und Evas und ihrer Vertreibung aus dem Garten Eden.


In seinem Text bezieht sich Milton auf verschiedene biblische Quellen sowohl aus dem Alten als auch dem Neuen Testament, er greift aber auch Motive aus antiken Texten etwa von Homer und Vergil auf. In seiner Zeit wurde das Werk als Gleichnis auf den englischen Bürgerkrieg Mitte des 17. Jahrhunderts gelesen, in späteren Epochen sah und sieht man in dem Text eine Darstellung des moralischen Dilemmas des Menschen, zwischen Gut und Böse unterscheiden zu können. Künstler aller Sparten und Richtungen haben sich bis in die Jetztzeit hinein immer wieder von Miltons Text inspirieren lassen."

Pfalztheater Kaiserslauter, 2021

 

 

 

Kritiken

 
Das „Verlorene Paradies“ lässt sich trefflich mit gravitätisch ostinaten Riffs untermalen und durch pittoresk-bombastische Himmel- und Höllenfahrten bebildern. Es taugt mithin bestens für jene opulenten, hymnen- und bildreichen Bühnenspektakel, die das Duo Reitmeier und Kuntz zu seinen Markenzeichen gemacht hat. [...]


Im Pfalztheater lässt Bühnenbildner Thomas Dörfler eine Hölle erstehen, an der Hieronymus Bosch ebenso seine Freude hätte wie der Stummfilm-Fantast Georges Méliès. [...] Die Teufel und gefallenen Engel steckt Kostümbildner Michael D. Zimmermann dämonisch sexy in funkelnd besetzte schwarze Schaftstiefel, Korsagen und wallende Mäntel aus Lackleder. Stimmlich hervorragend und darstellerisch überzeigend geben Adrienn Cunka, Randy Diamond und Edward R. Serban ein irrlichterndes Pandämonium ab. Die unnachahmliche Astrid Vosberg als Beelzebub ist fürwahr eine verderbte Königin der Nacht, [...]. Dass sich die bewährten Lauterer Ensemblemitglieder Monika Hügel, Peter Floch und Alexis Wagner neben ihr dennoch behaupten können, ist der umsichtigen Besetzung zu danken. Andy Kuntz hat sich die Rolle eines erzengelhaften „Maître de plaisir“ auf den Leib geschrieben, hymnische Lebensregeln und seine längst zum
Markenzeichen gewordenen Falsett-Einlagen inklusive. Wie ein mahnender Moderator begleitet er Adam und Eva dargestellt von den talentierten, authentisch beseelten Debütanten Frank Kühfuß und Amber-Chiara Eul auf ihrer Irrfahrt vom Garten Eden ins verlorene Paradise."

Rainer Dick: Grandioser Untergang. Enthusiastisch beklatscht wurde am Samstagabend die Uraufführung der Rockoper "Last Paradise Lost" am Pfalztheater in Kaiserslautern. In: Die Rheinpfalz, 4. Oktober 2021.

 

 

 

 

Medien / Publikationen

 

Literatur

  • John Milton: Paradise Lost. Taschenbuch, englisch.  Hackett Publishing Co, Inc, 2005.

 

 

 

 

Empfohlene Zitierweise

 
"Last Paradise Lost". In: Musicallexikon. Populäres Musiktheater im deutschsprachigen Raum 1945 bis heute. Herausgegeben von Wolfgang Jansen und Klaus Baberg in Verbindung mit dem Zentrum für Populäre Kultur und Musik der Albert-Ludwigs-Universität Freiburg. www.musicallexikon.eu

Letzte inhaltliche Änderung: 1. November 2021.