Sie sind hier: Startseite Inhalte Jack the Ripper

Jack the Ripper

Musical


Musik, Arrangements und Songtexte von Frank Nimsgern
Idee, Buch und Songtexte von Reinhardt Friese 
zusätzliche Songtexte von Aino Laos

 

 

Inszenierung


Uraufführung: 17. September 2022
Theater, Hof, Bundesrepublik Deutschland

  • Musikalische Leitung: Frank Nimsgern
  • Regie: Reinhardt Friese
  • Choreografie: Barbara  Buser
  • Bühne: Herbert Buckmiller
  • Kostüme: Annette Mahlendorf
  • Chor: Roman David Rothenaicher, Lucia Birzer

 

Besetzung:  

  • Inspektor Abberline: Dominique Bals / Léon van Leeuwenberg
  • Mary Jane Kelly: Kerry Jean / Zodwa Selele
  • Ann Nichols "Polly": Kathy Savannah Krause / Julia Leinweber
  • Annie Chapman: Anne-Mette Riis / Kathy Savannah Krause
  • Elizabeth Stride: Cornelia Löhr / Kathy Savannah Krause
  • Catherine Eddowes: Beatrice Reece / Kathy Savannah Krause
  • Chief Warren: Karsten Jesgarz / Volker Ringe / Markus Gruber
  • Sergeant Hanks: Dan Lucas
  • George Lusk: Thilo Andersson
  • Henry Newlove: Andreas Bühring / Tamás Mester
  • Lady Queen: Aino Laos
  • John Merrik: Andrea Matthias Pagani
  • Aaron Kosminski: Andrea Matthias Pagani
  • Prinz Albert Victor: Jannik Harneit
  • Frau aus der Menge: Kathy Savannah Krause / Julia Leinweber
  • Ein Wirt: Hans-Peter Pollmer / Marco Stickel
  • Erster Gast: Peter Potzelt
  • Zweiter Gast: Christiane Seidel
  • Ein Konstabler: Daniel Milos
  • Ballett und Opernchor des Theater Hof
  • Erzähler aus dem Off: Dieter Hallervorden

 

 

 

Ripper1

Dominique Bals (Inspektor Abberline), Kathy Savannah Krause (Ann Nichols, "Polly"), Ensemble

© Theater Hof / Fotograf: H. Dietz

 

 

Premierenchronik

D UA 17. September 2022 Theater, Hof

 

 

 

Inhaltsangabe


"London, 1888: Im Multi-Kulti-Stadtteil Whitechapel schreckt eine Mordserie Bevölkerung und Polizei auf. Prostituierte werden grausam verstümmelt und ermordet aufgefunden. Als Täter inszeniert sich mit verschiedenen Botschaften ein Phantom - Jack the Ripper. In der ohnehin angespannten gesellschaftspolitischen Lage ist bald auch eine aufgestachelte Bürgerwehr auf den Straßen unterwegs, um den Täter zu fassen. Der ermittelnde Inspektor Abberline fragt sich bald: Sucht er einen Schuldigen oder braucht er einen Sündenbock, um die Lage zu beruhigen? Und wer ist der Mörder, den nicht Wenige in den allerhöchsten Kreisen vermuten? Außerdem muss sich Abberline eingestehen, dass er sich um eine der Prostituierten nicht nur sorgt, weil sie in Lebensgefahr schwebt..."

(Website, Theater Hof, allgemeine Information zur Inszenierung)

 

 

 

Ripper2

Aino Laos (Lady Queen), Ensemble

© Theater Hof / Fotograf: H. Dietz

 

 

Kritiken

 
"Diese Welturaufführung aus Frieses (Buch) und Nimsgerns (Musik) Feder ist schillernde Unterhaltung, die zieht, Freude macht und Freunde schafft. Auch wenn der Autor seinem Werk eine Note verleiht, die sehr ernst im Kopf anklopft. Erzählt ist die Geschichte nicht eines bestialischen Menschen, sondern die seiner Opfer. Frauen, die an die Sonne wollen, die sie vor lauter Dreck und Elend nicht sehen. Mary Jane Kelly - Kerry Jean legt sie sensibel als Liebe suchende Frau an und glänzt dabei mit klarer Stimme - wird zu einem Menschen, so wie alle ihre Freundinnen. Der Katalysator für ihre klare Kontur ist Inspektor Abberline, der ihnen als Einziger mit Respekt entgegentritt - bevor die Silhouette eines Mannes mit Zylinder und Messer sie heimsucht.

[...] Das alles packt das Theater Hof in eine Inszenierung, die im Aufwand ungesehen war. Grandios das monumentale Bühnenbild, das Licht als Mittel der Dramatik scheint exakt dosiert, Ballett und Chor verleihen dem Musical szenische Größe, die Band haut rein - harte Gitarrenriffe, wenn das Messer die Kehle freilegt. Und dann sind da so Bonbons, die die erste Aufführung des neuen Stückes schmücken. Der Sprecher aus dem Off, zum Beispiel, ist Dieter Hallervorden. Das Theater Hof meldet sich zurück. Und wie."

Harald Werder: So geht Comeback. Mit voller Wucht sagt das Theater Hof: Wir sind wieder da! Die Uraufführung des Musicals "Jack the Ripper" zeigt, wie Unterhaltung und Haltung zusammengehen. Am Ende steht das Publikum, ein diesmal warmer Regen für das Haus. In: Frankenpost, 19. September 2022.

 

"Es wirkt ganz so, als hätte Frank Nimsgern bei seiner Komposition schon früh ein klares Bild der Sängerinnen und Sänger im Kopf gehabt, die sein Werk in Hof umsetzen werden. Die Musik passt sich wunderbar den Darstellern und Stimmungen an und lässt das Publikum von Rock und Balladen bis zu leichten Folk-Klängen eine Bandbreite von Musikgenres erleben.

[...] Die Verantwortlichen haben bei 'Jack The Ripper' alles richtig gemacht und ein absolut spannendes, kurzweiliges und mitreißendes Stück auf die Bühne gebracht."

Florian Wagner: Jack The Ripper. Großartige Bühnenadaption der Killer-Legende. In: musicals, Das Musicalmagazin, Heft 215, Oktober/November 2022, Seite 4-5.

 

"Die bis ins letzte Detail authentische Bühne von Herbert Buckmiller ist eines der großen Highlights von ´Jack the Ripper´. Der Bühnenraum wird mystisch, wenn die Straßenlaternen den dichten Nebel nicht durchdringen können und das schwarze Phantom seine blutige Spur zieht. Die Zuschauer bleiben gebannt vom Geschehen umfasst: das spritzende Blut aus der Kehle des ersten Opfers lässt alle erschauern. [...]

Herausragend sind auch Kostüme von Annette Mahlendorf. Bis ins kleinste Detail authentisch und perfekt aufeinander abgestimmt. Die Kostüme der fünf weiblichen Opfer heben sie dezent, aber deutlich in Farbe und Stil vom Rest der Darsteller ab und schaffen trotz aller Individualismen doch eine optische Verbindung zwischen den ´kanonischen 5´: Mary Ann Nichols, Annie Chapman, Elizabeth Stride, Catharine Eddowes und Mary Jane Kelly. Die ´kanonischen 5´ sind die Opfer, die Jack the Ripper eindeutig zugeordnet werden. Nicht der Namensgeber des Musicals, sondern die Ermordeten und Ihre Schicksale stehen im Mittelpunkt von ´Jack the Ripper´. [...]

Frank Nimsgern setzt musikalisch einen bemerkenswerten musikalischen Kontrapunkt zur seichten Gegenwartsmusik und den kommerziellen Compilation-Musicals. Er durchmischt Stile und Instrumente. Da folgt direkt auf einen epischen Orchesterklang à la ´Fluch der Karibik´ ein schreiender Riff einer verzerrten E-Gitarre. Dort finden sich in loser Reihenfolge Soul, Country, Klassik, Hard-Rock und Swing. Nimsgerns Faible für Soundtracks ist dabei unüberhörbar.

´Sünde Süß´ ist eine sensationelle Revue-Nummer im 6/8tel-Takt. Ein elegantes E-Piano, brillante Bläser, ein eleganter E-Bass und ein schwunghaftes Schlagzeug legen eine dichte klangliche Basis für Dominique Bals, der in dem lasziven Stück über sich hinauswächst."

Marcus Hoffmann: Jack the Ripper, Time Wrap. In: Online-Portal "musicalzentrale.de", ohne Datum [aufgerufen: 10. Oktober 2022]

 

 

 

Ripper3

Jannik Harneit (Prinz Albert Victor), Dominique Bals (Inspektor Abberline)

© Theater Hof / Fotograf: H. Dietz

 

 

Medien / Publikationen


Audio-Aufnahmen

  • "Jack the Ripper". Studio Cast, 2022. Sound of Music (Alive). (1xCD).

 

Literatur

  • Patricia Cornwell: Wer war Jack the Ripper?, Porträt eines Killers. Aus dem Amerikanischen übersetzt von Hainer Kober, Hamburg: Hoffmann & Campe 2002.

 

 

 

Empfohlene Zitierweise

 
"Jack the Ripper". In: Musicallexikon. Populäres Musiktheater im deutschsprachigen Raum 1945 bis heute. Herausgegeben von Wolfgang Jansen und Klaus Baberg in Verbindung mit dem Zentrum für Populäre Kultur und Musik der Albert-Ludwigs-Universität Freiburg. www.musicallexikon.eu

Letzte inhaltliche Änderung: 10. Oktober 2022.