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Ein Sommernachts Traum

Musical


Musik von Martin Lingnau
Songtexte von Edith Jeske 
Buch von Sigrid Andersson nach William Shakespeare

 

 

Inszenierung


Uraufführung: 11. März 1998 
Schmidt's Tivoli, Hamburg, Bundesrepublik Deutschland

  • Musikalische Leitung: Martin Lingnau
  • Regie: Sigrid Andersson
  • Choreographie: Jo Ann Endiscott
  • Bühnenbild und Ausstattung: Johannes Wienand
  • Kostüme: Claudia Rühle

 

Besetzung:  

  • Theseus / Oberon: Urs Affolter
  • Elfe / weibl. Amazone: Natascha Allnoch
  • Hermia: Ines Barić
  • Squenz: Jan-Geerd Buss
  • Flaut: Ulf Goerke
  • Schnock: Torsten Hammann
  • weibl. Elfe / Amazone: Alexandra Helmig
  • Puck / Amor / Teufel: Bernhard Hofmann
  • weibl. Elfe / Amazone: Susanne J. Kaiser
  • Zettel: Corny Littmann
  • Lysander: Tilman Madaus
  • Helena: Kerstin Marie Mäkelburg
  • männlicher Elf / Jäger: Marcus Preis
  • Titania / Hippolyta: Karen-Ann Roschild
  • Demetrius: Andreas Storm
  • männl. Elf / Philostrates: Knut-Jérôme Vanmarke
  • Schnauz: Dirk Voßberg
  • weibl. Elfe / Amazone: Patricia Weinkopf
  • weibl. Elfe / Amazone: Eva Weissmann

 

 

 

 

Premierenchronik

D UA 11. März 1998 Schmidt's Tivoli, Hamburg

 

 

 

Inhaltsangabe


"Theseus, Herzog von Athen, hat endlich die Amazonenkönigin Hippolyta besiegt und plant nun, sie zu heiraten. Auch seine Untertanen wollen sich mit dem jeweiligen Liebespartner verbandeln. Doch das ist nicht so einfach, denn: Helena liebt Demetrius, Demetrius liebt Hermia, Hermia liebt Lysander und Lysander liebt auch Hermia, aber Hermias Vater Egeus ist strikt dagegen! Er besteht darauf, daß Hermia Demetrius heiratet. Andernfalls stirbt Hermia. So! Alle jungen Liebenden nehmen Reißaus in den nahegelegenen Wald. Fünf athenische Handwerker - Squenz, Flaut, Schnock, Schnauz und Zettel - ziehen in den Wald, um an geeigneter Stelle ein Stück zu probieren, das zur Hochzeit von Theseus und Hippolyta aufgeführt werden soll.

Es ist Mitternacht, daher geraten alle in den Bann mächtiger Zaubergewalten, die in der Elfenwelt herrschen. In dieser Welt geht es zur Zeit wenig liebevoll zu: das Elfenkönigspaar Titania und Oberon befinden sich in einer handfesten Ehekrise. Oberon ist eifersüchtig und möchte deshalb seine Frau bestrafen. Puck muß für Oberon eine bestimmte Blume besorgen. Wird ihr Saft in die Augen eines Schlafenden geträufelt, so verliebt er sich in die erste Kreatur, die er nach dem Erwachen erblickt. Puck war schnell erfolgreich, und Oberon probiert den Zauber an der schlafenden Titania aus.

Puck treibt seinen eigenen Schabernack mit diesem Wundermittel. Er findet Hermia und Lysander schlafend und träufelt von dem Elixier in Lysanders Augen. Desgleichen geschieht später auch mit Demetrius. Nach dem Erwachen sehen und lieben nun beide Helena.

Puck beobachtet die Handwerker, die im Wald proben, übrigens ganz in der Nähe von Titanias Schlafstätte. Als Zettlel für einen Moment den Probenort verläßt, schlägt Puck wieder zu: Er verwandelt Zettel in einen Esel. Die Handwerker fliehen, Zettel bleibt zurück und Titania erwacht.

Die vier jungen Liebenden mit ihren Gelüsten und Verwirrungen finden sich unversehens in einem kleinen Boot wieder. Helena, neues Objekt der Begierde, fühlt sich verspottet. Lysander und Demetrius beschließen, sich zu duellieren. Puck jedoch verbreitet Nacht und Nebel, so daß sich die Kontrahenten nur jagen, aber nicht finden können. Völlig ermattet legen sich alle vier zum Schlafen nieder und Puck kann nun mit Hilfe seiner Augentropfen alles wieder richten: 'Ein jeder kriegt, was ihm gebührt.'

Oberon hat Mitleid und erlöst Titania von ihrer Eselsleidenschaft. Theseus und sein vom Amazonenkrieg erprobtes Jagdgefolge, unter ihnen auch Egeus, sind hinter einem Wildschwein her. Dabei treffen sie auf die vier jungen Liebenden. Egeus fordert nun auch noch den Kopf von Lysander, doch hat Theseus seine Meinung geändert und erlaubt die Wahl der Liebenden. Die Handwerker sind verzweifelt auf der Suche nach ihrem Zettel. Endlich taucht der Vermißte, durch Zauber von seinem tierischen Kopf befreit, auf.

Das geprobte Stück der Handwerker kann endlich zum Hochzeitsfest von allen drei Paaren vor dem Athener Hof aufgeführt werden."

aus dem Programmheft zur UA, Hamburg 1998.

 

 

 

 

Kritiken

 
"Was die Paare [...] in der Regie von  Sigrid Andersson treiben, säuseln und singen - das ist Klasse! Kurz: von stadtheatralischer Redseligkeit ist das kleine TIVOLI-Theater - auch dank der bizarr-eigenwilligen Choreographie von Pina-Bausch-Elevin Jo Ann Endicott - Lichtjahre entfernt. In einer bewußt putzig-kitschigen Ausstattung (Johannes Wienand) agiert ein 20köpfiges Darstellerteam, als ob es einen 'Oscar' für die Off-Szene zu erringen gelte.

Wären Komponist Martin Lingnau und seine Texterin Edith Jeske das Wagnis eingegangen, Shakespeare tatsächlich als 'Musical' aufzulösen, es hätte ein Geniestreich sein können, ein Ereignis, das die gesamte Hamburger Subventions-Landschaft durchgerüttelt hätte. Aber leider, leider wird nicht gerüttelt: das Konzept mit der hervorragenden Handwerkertruppe versandet im Mittelmaß einer Musical-Show, die in Angst vor der eigenen Courage im 'Sprechtheater' steckenblieb. Der Haupteinwand: Es wird zu wenig gesungen."

Walter Wigand: Ein Sommernachtstraum. Ein ziemlich un-musicalische Version auf dem Hamburger Kiez. In: musicals, Das Musicalmagazin, Heft 70, April/Mai 1998, Seite 24.

 

 

 

Medien / Publikationen


Audio-Aufnahmen

  • "Ein Sommernachts Traum". Original Cast Hamburg, 1998. Pallus Group. (1xCD).

 

 

 

 

Empfohlene Zitierweise

 
"Ein Sommernachts Traum". In: Musicallexikon. Populäres Musiktheater im deutschsprachigen Raum 1945 bis heute. Herausgegeben von Wolfgang Jansen und Klaus Baberg in Verbindung mit dem Zentrum für Populäre Kultur und Musik der Albert-Ludwigs-Universität Freiburg. www.musicallexikon.eu

Letzte inhaltliche Änderung: 13. September 2023.