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Zorro

Musical


Musik von The Gipsy Kings
Co-Komponist und musikalische Anpassungen: John Cameron
Buch und Gesangstexte von Stephen Clark
Originalgeschichte von Stephen Clark und Helen Edmundson
Deutsche Übersetzung von Holger Hauer und Jürgen Hartmann

 

 

Inszenierung


Deutschsprachige Erstaufführung: 13. Juni 2015
Freilichtspiele Tecklenburg, Tecklenburg, Bundesrepublik Deutschland

  • Musikalische Leitung: Klaus Hillebrecht
  • Regie: Ulrich Wiggers
  • Choreografie: Kati Heidebrecht
  • Kostüme: Karin Alberti
  • Bühnenbild: Susanna Buller
  • Fight Choreografie: David Pellerin

 

Besetzung:  

  • Diego: Armin Kahl
  • Inez: Patricia Meeden
  • Luisa: Maxine Kazis
  • Ramon: Kasper Holmboe
  • Alejandro: Reinhard Brussmann
  • Garcia: Benjamin Eberling
  • Gipsy Prince: Zoltán Fekete / Shane Dickson

 

  • Ensemble: Nils Haberstroh, Marco Herse Foti, Brett Hibberd, Andrew Hill, Tobias Joch, Mathias Meffert, Daniel Messmann, Anna Carina Buchegger, Marta Di Giulio, Theano Makariou, Luisa Mancarella, Taryn Nelson, Marthe Römer, Silja Schenk, Celine Vogt
  • Kinder (alternierend): Moritz Worpenberg, Lukas Ziegeler, Jonathan Gurk, Claire heinrich, Lyann Klein, Katja Rehorst

 

 

 

Premierenchronik

GB UA 15. Juli 2008 Garrick Theatre, London
D Dspr. EA 13. Juni 2015  Freilichtspiele Tecklenburg

 

 

 

Inhaltsangabe


"Don Alejandro ist der Alkade (Bürgermeister) des spanischen Pueblos in Kalifornien. Er schickt seinen jüngsten Sohn Diego nach Barcelona, um ihn dort ausbilden zu lassen, damit er später in seine Fußstapfen treten kann. Dies weckt die Missgunst des älteren Bruders Ramon, der es als sein Geburtsrecht ansieht, diesen Posten zu übernehmen. Sein Vater sieht ihn jedoch eher als Anführer der Armee. Jahre später erfährt Diego in Spanien von seiner Kindheitsfreundin Luisa, dass sein Vater tot sei und Ramon die Macht übetrnommen habe, diese jedoch gnadenlos missbrauche. Schweren Herzens entscheidet sich Diego, nach Kalifornien zurückzukehren und der Schreckensherrschaft seines Bruders ein Ende zu setzen. Dazu muss er sich einer List bedienen: Während er sich einerseits gegenüber Ramon als unterwürfiger Trottel ausgibt, von dem keinerlei Gefahr ausgeht, maskiert er sich heimlich immer wieder als Zorro, um dem Unrecht ein Ende zu setzen. Stets dabei: Die Zigeunerin Inez, die den feigen Sergeant Garcia bezirzt und ihn auf ihre Seite zieht, wo er schließlich eine nicht unwesentliche Rolle zum guten Ausgang der Geschichte spielen wird." 

(aus: Silke Milpauer: Zorro, Mantel & Degen-Abenteuer. Online-Plattform: musicalzentrale.de (ohne Datum) [Zugriff: 25. März 2021])

 

 

 

Kritiken

 
"´Baila Me´, ´Bamboleo´ und ´Djobi Djoba´ - keine Frage, die Hits der Gipsy Kings begeisterten in den 80er und 90er Jahren nicht nur die Party-Strandmeilen rund um den Mittelmeerraum, sondern auch Deutschland - aber ist die charakteristische Flamenco-Pop-Musik abwechslungsreich genug, um einen ganzen Musical-Abend zu tragen? All denen, die sich das nicht vorstellen konnten, beweist ´Zorro´ das Gegenteil: Es sind gerade die spanisch-lateinamerikanischen Rhythmen und damit der erfrischend andere Sound, die das Stück zu einem Hörerlebnis fernab der gewohnten Broadway- und West-End-Musik machen. Das Orchester unter Leitung von Klaus Hillebrecht meistert die Flamenco-Rhythmen mühelos. So fließt die Gitarren-dominierte Musik mit einer Leichtigkeit, die nicht nur das herausragende Tanz-Ensemble auf der Bühne an die Handlungsspielort nach Spanien und Los Angeles transportiert." 

Silke Milpauer: Zorro, Mantel & Degen-Abenteuer. Online-Plattform: musicalzentrale.de (ohne Datum) [Zugriff: 25. März 2021] 

 

"War die Londoner Produktion durch die kleine Bühne des Garrick Theatres auf viel Intimität ausgerichtet, so öffnet sich die Tecklenburger Fassung unter der Regie von Ulrich Wiggers sozusagen im Cinemascope-Verfahren über das ganze Gelände der Burgruine, mit dem einstöckigen Gebäude im Hintergrund, das unter anderem als Schiff oder als Zugang zum Lager der Zigeuner dient und links in der Kulisse mit (unter anderem) Ramons Haus. 

Die visuellen Höhepunkte sind die Kampfszenen unter Anleitung von David Pellerin und die fantastischen Choreographien von Kati Heidebrecht." 

Christian Spielmann: Action, Liebe und Flamenco, Deutschsprachige Erstaufführung von "Zorro" in Tecklenburg. In: blickpunkt musical, Ausgabe 77, Nr. 04/15, Juli-September 2015, Seite 28-30.

 

"Auch die Liebesgeschichte zwischen Diego und Luisa ist unglaubwürdig, was an der Charakterzeichnung des Librettos liegt: Wenn er mit einer so feurigen, starken Frau wie Inez zusammenlebt, warum sollte sich der Held für ein derart naives, hitzköpfiges Mädchen interessieren? Manchmal kann sich das Libretto zudem nicht zwischen Drama und Komödie entscheiden; Szenen wie das albern-tuntige Beichtgespräch zwischen Bösewicht Ramon und dem als Priester verkleideten Zorro sowie der ´Comoc relief´-Handlungsstrang um Sergeant Garcia wirken aufgesetzt. Regisseur Wiggers hätte hier mutiger mit dem Rotstift umgehen können. Dennoch gelingt ihm eine unterhaltsame, auf den Bruderzwist fokussierte Inszenierung, die besonders in der Zeichnung des vom Stierkampf besessenen, ganz offensichtlich aufgrund der empfundenen Zurückweisung durch den Vater nachhaltig gestörten Ramon tiefenpsychologische Züge annimmt. Unterhaltsam sind die mehr oder weniger versteckten Anspielungen auf andere Musicals: Bei Zorros ersten Auftauchen in Ramons Spiegel und seinen blitzschnellen, von Feuereffekten begleiteten Standortwechseln stand ganz offensichtlich der andere berühmte Maskenmann der Musicalgeschichte Pate." 

Mario Stork: Zorro, Deutschsprachige Erstaufführung des Mantel-und-Degen-Musicals mit den Hits der Gipsy Kings. In: musicals, Das Musicalmagazin, Heft 174, August/September 2015, Seite 10-11.

 

 

 

Medien / Publikationen


Audio-Aufnahmen

  • "Zorro". Original Cast Recording, London, Live-Mitschnitt 2008, First Night Records Cast CD 103. (1xCD)

 

Literatur

  • Isabel Allende: Zorro. Roman, Aus dem Spanischen von Svenja Becker, Frankfurt/M.: Suhrkamp 2005.

 

 

 

Empfohlene Zitierweise

 
"Zorro". In: Musicallexikon. Populäres Musiktheater im deutschsprachigen Raum 1945 bis heute. Herausgegeben von Wolfgang Jansen und Klaus Baberg in Verbindung mit dem Zentrum für Populäre Kultur und Musik der Albert-Ludwigs-Universität Freiburg. www.musicallexikon.eu

Letzte inhaltliche Änderung: 25. März 2021.