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Auf Glas gemalt (Na szkle malowane)

Musical


Musik von Katarzyna Gärtner
Text von Ernest Bryll  
Deutsche Fassung von lothar Klunter & Just Wagner

 

 

Inszenierung


Deutschsprachige Erstaufführung: 5. Juli 1975 
Theater der Stadt, Cottbus, DDR

  • Musikalische Leitung: Lothar Göthel
  • Musikalische Einstudierung: Gerhard Baumert / Friedrich Jahn
  • Regie: Peter Röll / Klaus Tews
  • Choreographie: Klaus Tews
  • Bühnenbild: Axel Pfefferkorn
  • Kostüme: Christine Schmutzler

 

Besetzung:  

  • Erzähler 1: Hans Strzelczyk
  • Erzähler 2: Martin Richter
  • Janosik: Michael Krieg-Helbig
  • Mädchen von Janosik: Sigrid Scharfe
  • Engel: Margot Stejskal
  • Teufel: Joachim Gäbler
  • Räuber: Uwe Ahlert / Jürgen Berndt / Eberhard Finck / Peter Gunold / Georgi Kirilow / Karl-Heinz Knoll / Jochen Kurth / Wolfgang Lochmann / Jens Momsen / Gerhardt Printschitsch / Wolfgang Seppelt / Peter Trittmacher / Frank Wegner / Rüdiger Westenhöfer
  • Mädchen: Ingrid Braun / Elke Büttner / Sylvia Hartmann / Helga John / Erika Klausmann / Christa Krause / Regina Menzel / Ursula Möbert / Erika Reinwald / Ute Richter / Carmen Schmorl / Edeltraud Schumann / Edith Streul
  • Gendarmen: Werner Kiersch / Gerhard Rösler / Hans-Joachim Schröpfer / Bruno Wolf / Frank Wustlich
  • Tod: Sigrid Scharfe

 

 

 

 

Premierenchronik

PL UA 17. März 1970 Teatr Polski, Warschau
DDR DEA 28. September 1974  Deutsches Theater, Berlin
DDR Dspr. EA 5. Juli 1975 Theater der Stadt, Cottbus

 

Anmerkung: Die DDR-Erstaufführung fand als polnisches Gastspiel anlässlich der 18. Berliner Festspiele 1974 statt.

 

 

Inhaltsangabe


"Das Stück ist in drei Abteilungen gegliedert. Durch die Handlung führen zwei Erzähler, die "Räuberkapelle". Bereits der erste Teil, in dem das Räuberleben besungen wird, bringt die Konfrontation mit der Gegenpartei - einer Abteilung österreichischer Gendarmen.

Hauptinhalt des ersten Teils ist die Erzählung von der Geburt Janosiks und von der langen Reihe seiner Vorfahren, die sich sämtlich durch besondere Vorzüge und Stärken auszeichneten. Engel und Teufel geraten sehr handgreiflich aneinander beim Streit um die Seele des gerade geborenen Helden. Sein Eintritt in das Räuberleben beschließt diesen Teil.

Die zweite Abteilung ist der Liebe gewidmet. Kräftig wird die Liebesfähigkeit der Räuber, die sich auch auf diesem Gebiet besonders hervortun, herausstellen. Nur Janosiks Liebe findet keine Erfüllung. Obgleich er alle die schier unlösbaren Aufgaben bewältigt, deren Erfüllung sein geliebtes Mädchen von ihm verlangt, siegt das Räuberleben, als er vor die Forderung gestellt wird, es dem Mädchen zuliebe aufzugeben.

Abteilung drei besingt den Tod des Helden. Engel und Teufel streiten sich, ob er in den Himmel oder in die Hölle gehört - die Räuber und die Gendarmen setzen ihre Versionen vom Tod des Helden gegeneinander. Ein großer Rundgesang auf die Räuber und Janosik, der als Hoffnung der Armen im Volke weiterlebt, beschließt das Werk."

aus dem Programmheft zur Deutschsprachigen Erstaufführung in Cottbus, 1975.

 

 

 

Kritiken

 
"Inzwischen an 19 Bühnen Polens gespielt (dazu fünfmal in der CSSR), kann es als eines der größten polnischen Theatererfolge der letzten Jahre gelten. Dennoch durfte man skeptisch sein, was die Übertragbarkeit des stark der polnischen Folklore verhafteten Werks angeht, trotz der Musik der auch bei uns gut bekannten Katarzyna Gärtner.

Das Theater in Cottbus unternahm den ersten Versuch (Rostock, Bautzen, Leipzig werden folgen) und die Rechnung ging hier auf: der naive Reiz der Volkspoesie, die Räuberromantik um den legendären Janosik (der Anfang des 18. Jahrhunderts im Gebiet der Tatra nachgewiesen ist) und die von kräftiger folkloristischer Grundierung geprägte Beat-Musik gingen eine erfolgreiche Synthese ein (und das Publikum der "zweiten" Premiere nach der Sommerpause erklatschte vier Wiederholungen des Finales).

[...] Eine richtige Entscheidung war zweifellos, für alle musikalischen Nummern konsequent das play-back-Verfahren anzuwenden, nicht nur, weil die elektro-akustische Wiedergabe der Musik Katarzyna Gärtners gemäß ist (und unsere Theaterorchester dafür sowieso nicht besetzt sind), sondern vor allem, weil dadurch die volle Konzentration der Mitwirkenden auf Spiel und Tanz (als beherrschende Elemente) erreicht wird."

Martin Linzer: Auf Glas gemalt. In: Theater der Zeit, Heft 11/1975, Seite 18.

 

 

 

Medien / Publikationen


Audio-Aufnahmen

  • "Na szkle malowane". Studio Cast Polen, 1971. Gatefold, Blue Label (Mono). (1xLP).

 

Literatur

  • Ewelina Peksowa: Na szkle malowane: Painting on glass. Taschenbuch in Polnisch. Parma Press, 2011.

 

 

 

 

Empfohlene Zitierweise

 
"Auf Glas gemalt (Na szkle malowane) [Cottbus]". In: Musicallexikon. Populäres Musiktheater im deutschsprachigen Raum 1945 bis heute. Herausgegeben von Wolfgang Jansen und Klaus Baberg in Verbindung mit dem Zentrum für Populäre Kultur und Musik der Albert-Ludwigs-Universität Freiburg. www.musicallexikon.eu

Letzte inhaltliche Änderung: 11. Februar 2022.