Sie sind hier: Startseite Inhalte Skandal in den Wolken

Skandal in den Wolken

Lustspiel-Operette

Musik von Richard Stauch 
Buch und Gesangstexte von Max Grix  

 


Inszenierung


Uraufführung: 31. August 1946
Kleines Operetten-Haus, Berlin (West) 

 

  • Regie: Max Grix
  • Musikalische Leitung: Richard Stauch
  • Choreografie: Christina Richter
  • Bühnenbild: Gerly


Besetzung:

  • Bordmixer: Alfons Greuzinger
  • Stewardess: Charlotte Adami
  • Blinder Passagier: Valerie Antelmann
  • [Name Rolle]: Maria Grieser
  • [Name Rolle]: Erwin Schindler 
  • [Name Rolle]: Rudi Scheers
  • [Name Rolle]: Viktor Litzek
  • [Name Rolle]: Evelyn Putschien

     

     

    Premierenchronik 

    D UA 31. August 1946 Kleines Operetten-Haus, Berlin (West)


     

     

    Inhaltsangabe


    "Die Handlung? Eigentlich sind es drei. Nummer eins: Bekehrung eines egozentrischen Filmstars zur Menschlichkeit. Nummer zwei: verkrachter Theaterdirektor plus Soubrette finden neuen Wirkungskreis. Nummer drei: Rasender Reporter tauscht Berufsehrgeiz gegen Ehefreuden. - Mehr zu sagen, wäre nicht nur schwierig, sondern auch indiskret."

    A.W.: "Skandal in den Wolken". In: Neue Zeit, Tageszeitung der Christlich-Demokratischen Union Deutschlands, Nr. 207, 4. September 1946.

     

     

    Kritiken

     
    "Zeit: Gegenwart. So behauptet das Programm. Eigentlich müßte es jedoch heißen: Zukunft. Oder noch besser: Gegenwart, wie sie hätte sein können, wenn nicht der Krieg gekommen wäre. Denn diese Geschichte von dem Riesenflugboot ´Gigantic´, das in wenigen Stunden über den Ozean fliegt und Schauplatz diverser ´Skandälchen in den Wolken´ wird, scheint uns heute, obwohl sie technisch durchaus realisierbar wäre, nicht weniger weltfremd als irgendein anderes Operettenlibretto, das unter geigenden Zigeunern oder feschen Wiener Offizieren der Jahrhundertwende spielt. [...]

    Und da Richard Stauch eine reizende Musik beisteuerte, Lieder, die wahrscheinlich bald populär sein dürften, Chansons, die zuweilen an Otto Reutter erinnern, Duette und Quartette, die jedem Sänger dankbare Aufgaben stellen, ist auf diese Weise zwar keine Operette - dazu fehlen die Chöre - aber ein musikalisches Lustspiel entstanden, das man sich gern anhört und anschaut. [...]

    Geglückte Uraufführung. Rauschender Beifall. Viele Blumen. Berlin ist um ein leistungsfähiges Operettentheater reicher geworden."

    -rg: Aufregung im Riesenflugboot, Operette en miniature - Erfolgreicher "Skandal in den Wolken". In: Berliner Zeitung, Nr. 204, 1. September 1946.

     

    "Zwischen Himmel und Erde, etliche tausend Meter über dem Meeresspiegel, werden an einer schnittigen Bar zahlreiche Whiskys gekippt, so ruhig und gelassen, daß man sich nur schwer an den Gedanken gewöhnen kann, es hier mit Menschen zu tun zu haben, die mitsamt der schnittigen Bar in sausendem Tempo einen Nonstop-Flug Berlin - New York unternehmen. Hoch die Flugtechnik! Alle diese Passagiere des ´Luftomnibus Gigantic´ wissen nichts von Luftkrankheit, Ohrensausen, Propellergedröhn und anderen Begleiterscheinungen aerodynamischer Beförderung, und würden sie uns nicht immer wieder versichern, daß sie flögen - wir würden es kaum glauben, so munter und ohne Luftlöcher noch Böen vollzieht sich das Ganze. Das ist zugleich ein Lob für Operette, Regie und Darsteller - Musik und Bühnenbild nicht zu vergessen. [...] Bleibt zu berichten, daß das Publikum seinen Spaß hatte, daß man ein paarmal herzlich über Scherzchen lachen konnte, daß der rauschende Beifall seine Berechtigung hatte, und daß Berlin hier ein ´leichtes´ Theaterchen bekommen hat, das sich schnell sein Stammpublikum schaffen wird. Es ist beinah so ein bißchen wie bei Roses selig im Garten oder bei ´Erich´, dem Verschwundenen. Glück zu!"

    A.W.: "Skandal in den Wolken". In: Neue Zeit, Tageszeitung der Christlich-Demokratischen Union Deutschlands, Nr. 207, 4. September 1946.

     

     

    Kommentar


    Mit der Uraufführung wurde das "Kleine Operetten-Haus" nach einem Umbau der vorherigen "Kaskade" eröffnet.

    Das Programmheft liegt bislang nicht vor, so dass die Angaben zur Besetzung der zeitgenössischen Presse entnommen werden mussten.

     

     

    Empfohlene Zitierweise

     
    "Skandal in den Wolken". In: Musicallexikon. Populäres Musiktheater im deutschsprachigen Raum 1945 bis heute. Herausgegeben von Wolfgang Jansen und Klaus Baberg in Verbindung mit dem Zentrum für Populäre Kultur und Musik der Albert-Ludwigs-Universität Freiburg. www.musicallexikon.eu

    Letzte inhaltliche Änderung: 16. Juni 2020.