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Robin Hood - Für Liebe und Gerechtigkeit

Musical


Musik von Martin Doepke
Buch von Hans Holzbecher und Andrea Friedrichs 
Texte von Elke Schlimbach und Grant Stevens   

 


Inszenierung


Uraufführung: 8. Dezember 2005
Musical Theater Bremen, Bundesrepublik Deutschland
 

  • Regie: Hans Holzbecher
  • Musikalische Leitung: Martin Doepk
  • Choreographie: Paul Kribbe und James de Groot
  • Kampfchoreographie: Malcolm Ranson
  • Bühnenbild: Christoph Weyers
  • Lichtdesign: Farbrice Kebour
  • Kostümbild: Ella Singh
  • Maskenbild: Erika Sternberg
  • Tondesign: Oliver Kilian

 
Besetzung:

  • Robin Hood: Jesper Tyden / Tamás Mester / Ralf Schädler
  • Lady Marian: Sabine Neibersch / Jessie Roggemann / Monika-Julia Dehnert
  • Sheriff von Nottingham: Ethan Freeman / Roy Weissensteiner / Rüdiger Reschke
  • Lady Isabelle: Daniela Ziegler / Lilith Gardell / Mirjam Hofer
  • Bischof of Herford: Mathieu Carrière / Michael Schüler
  • Little John: Rüdiger Reschke  Markus Dietz
  • Amelia: Elke Schlimbach / Jessie Roggemann / Lilith Gardell
  • Jess: Marny Bergerhoff / Dorina Maltschewa / Mirjam Hofer
  • Malcolm: Markus Dietz / Mark Derichs
  • Archibald: Japhet Meyers / Michael Schüler
  • Patrick: Mathias Schiemann / Mark Derichs
  • Will Scarlett: Christoph Trauth / Martin Planz
  • Tim / Prinz John: Ray Strachan / Joeri Burger
  • Bruder Tuck: Günther Kaufmann
  • als Räuber, Soldaten, Hofstaat, Geschändete, Bauern, Gläubige: Anique Bosch / Lilith Gardell / Mirjam Hofer / Dorina Maltschewa / Jessie Roggemann / Joeri Burger / Mark Derichs / Martin Planz / Michael Schüler

 

 

Premierenchronik

D UA 8. Dezember 2005 Musical Theater, Bremen

 

 

Inhaltsangabe

 

"1. Akt

Im Jahr 1194 kehrt der junge Ritter Robin von Locksley vom dritten Kreuzzug in seine Heimat zurück. Der englische König Richard Löwenherz bleibt in Österreich gefangen. England wird währenddessen von seinem Bruder Prinz John mit Hilfe seiner machthungrigen Frau Isabelle und dem grausamen Sheriff von Nottingham beherrscht. Es kommt zum Eklat mit Robin von Locksley, doch Robin kann als Vogelfreier mit der jungen Jess in die Wälder des Sherwood fliehen. Dort trifft er auf Little John und seine Kumpane, die als Vogelfreie im Wald leben. In ihnen findet er die königstreuen Verbündeten gegen den ausbeutenden Hofstaat. Aus dem Schutz des Sherwood Forest werden fortan die Reichen überfallen und ihrer Habseligkeiten beraubt, um Richard Löwenherz zu befreien und die Armen zu versorgen. Doch nicht einmal die schöne Lady Marian kann verhindern, dass es sehr bald zu einem folgenschweren Duell kommt...

2. Akt

Gefangen im Kerker von Nottingham Castle schwindet Robin immer mehr der Mut und der Glaube an seinen Kampf für Gerechtigkeit. Doch er schöpft wieder Zuversicht, als ihn Marian heimlich aufsucht. Nach ihrem Besuch im Kerker wird Lady Marian von Isabelle ertappt. Prinz John, Isabelle und der korrupte Bischof zwingen Marian, ihrer Vermählung mit dem Sheriff zuzustimmen. Der Sheriff lässt es sich natürlich nicht nehmen, Robin im Kerker zu besuchen, um ihm mitzuteilen, er habe ihm nicht nur die Freiheit, sondern auch die Liebe genommen. Das Ende der Legende naht. Dadurch angetrieben gelingt es Robin, sich aus dem Kerker zu befreien und die Trauung von Marian und dem Sheriff zu verhindern. In neuer Hoffnung auf ein gerechtes England endet unsere Geschichte mit der Heimkehr von Richard Löwenherz und der Vermählung des glücklichen Paares Lady Marian und Robin von Locksley."

(aus dem Programmheft zur Uraufführung)

 

 

Kritiken

 

"Bei so viel Hochklasse war der Erfolg eigentlich vorprogrammiert. Tatsächlich erlebten die Zuschauer der Uraufführung eine aufwändige, fulminante Ausstattung, ausgeklügelte Lichteffekte, mitreißende Choreografie, ein für die gemeinsame Sache elektrisiertes Ensemble, das nur eines im Sinn hatte: zu beeindrucken. Allerdings ging die Rechnung nicht ganz auf. Vielleicht war der Anspruch zu immens, die Probenzeit zu kurz, das Finanzbudget doch noch zu schmal für den herausragenden Hit. Das Buch wirkt jedenfalls besonders im zweiten Teil mit der heißen Nadel gestrickt, die Songtexte klappern manchmal arg, die Akteure verhedderten sich gelegentlich in den Dialogen, der Ton schepperte oft blechern, die Technik fiel einmal total aus (was dem Publikum während der Premiere eine Zwangspause bescherte), und auch die Übergänge könnten noch eleganter vollzogen werden."

Heinz-Jürgen Rickert: Robin Hood, Die tapferen Männer von Sherwood auf der Musicalbühne. In: musicals, Das Musicalmagazin, Heft 117, Februar/März 2006, Seite 4 - 6.

 

"Eingehende Texte, die berühren, gleichermaßen zum Nachdenken wie zum Lachen anregen und den Zuschauer spielerisch an die Handlung fesseln, sind für ein Musical allerdings oft untypisch ´verpackt´. Denn ´Robin Hood - Für Liebe und Gerechtigkeit´ ist nach lang gezogener Ouverture, in der nichts passiert, eigentlich mehr Sprechtheater, aufgelockert durch den einen oder anderen Song, und weit entfernt davon, ein durchkomponiertes Musical zu sein. Selbst aneinander gesetzte Songs sucht man hier vergeblich. Geschadet hätte es zwar nicht, dieses Verhältnis zu verändern und so manche Textpassage zu kürzen, um zwei oder drei weiteren Liedern Platz zu schaffen, doch das Gesamtpaket kann auch so gut unterhalten."

Stephanie Tatenhorst: Weltpremiere im Musical-Theater Bremen: Robin Hood. In: thats Musical.de, das Internet Musicalmagazin, 10. Dezember 2005.

 

 

Medien / Publikationen

 

Audio-Aufnahmen

  • CD der Originalinszenierung

 

DVD / Video

  • DVD der Originalinszenierung

 

 

Empfohlene Zitierweise

 
"Robin Hood - Für Liebe und Gerechtigkeit". In: Musicallexikon. Populäres Musiktheater im deutschsprachigen Raum 1945 bis heute. Herausgegeben von Wolfgang Jansen und Klaus Baberg in Verbindung mit dem Zentrum für Populäre Kultur und Musik der Albert-Ludwigs-Universität Freiburg. www.musicallexikon.eu

Letzte inhaltliche Änderung: 27. Dezember 2019.