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Miss Saigon

Musical


Musik von Claude-Michel Schönberg
Texte von Alain Boublil und Richard Maltby jr. 
Deutsche Übersetzung von Heinz Rudolf Kunze
Adaption der französischen Originaltexte von Alain Boublil

 

 

Inszenierung


Österreichische Erstaufführung: 3. Februar 2011
Stadttheater, Klagenfurt, Österreich

  • Musikalische Leitung: Michael Brandstätter
  • Orchestrierung: William David Brohn
  • Regie: Matthias Davids
  • Choreographie: Melissa King
  • Bühnenbild: Hans Kudlich
  • Kostüme: Magali Gerberon
  • Lichtgestaltung: Michael Grundner
  • Chöre: Günter Wallner

 

Besetzung:  

    • Kim: Kun Jing
    • Chris: Carsten Lepper
    • Engineer: Daniel Eriksson
    • Ellen: Wietske van Tongeren
    • John: David B. Whitley
    • Thuy: Romeo Salazar
    • Gigi: Marides Lazo
    • Inhaber des "Moulin Rouges": Jojo Urquico
    • Tam: Va-Angelo Nguyen Skyriotis / Levin Hu / Kiegen Kaveesh Krainer
    • Ensemble: Aloysia Astari, Ana Lourdes Geneblazo, Marides Lazo, Lani Nguyen, Jenny Woo, Gregory Antemes, Victor Bisa, Arthur Büscher, Joop Leiwakabessy, Wei-Ken Liao, Philipp Phung, Philipp Ranson, Tamás Száraz, Jojo Urquico

     

     

     

    Premierenchronik

    GB UA 20. September 1989 Theatre Royal Drury Lane. London
    USA EA 11. April 1991  Broadway Theatre. New York
    D Dspr. EA 2. Dezember 1994 Musical Hall, Stuttgart
    CH EA 8. Februar 2003 Theater, St. Gallen
    A EA 3. Februar 2011 Theater, Klagenfurt

     

     

     

    Inhaltsangabe

     

    April 1975, Saigon. Der US-GI Chris verliebt sich in die junge und unschuldige Kim, ein Mädchen vom Lande, welches ganz neu im Nachtclub des "Chef vom Ring" (Original: Engineer) anschaffen muss. Noch bevor Chris mit einem der letzten Hubschrauber überstürzt und ohne sich von Kim verabschieden zu können, Saigon fluchtartig verlassen muss, haben beide in einer landestypische Tradition geheiratet. Dabei wurden sie von Thuy, einem Vietkong, überrascht, dem Kim eigentlich versprochen war.

    Drei Jahre später leidet Chris, zurückgekehrt in die USA und inzwischen mit Ellen verheiratet unter Albträumen. Kim hat in Ho-Chi-Minh-Stadt, dem ehemaligen Saigon, den kleine Tam zur Welt gebracht - Chris Sohn. Sie lebt versteckt, wird aber vom Chef vom Ring entdeckt, der von Thuy auf die Suche nach ihr geschickt wurde. Beim Zusammentreffen zwischen Thuy und Kim will dieser außer sich vor Wut den kleinen Tam erschiessen, doch rettet sie ihren Sohn, in dem sie Thuy erschießt. Zusammen mit dem Chef vom Ring gelingt es den beiden als "Boatpeople" nach Bangkok zu flüchten.

    Dort macht John, eine ehemaliger Soldat und Freund von Chris, die beiden ausfindig. John setzt sich für die "Bui Doi", die Kinder amerikanischer Soldaten und vietnamesischer Frauen, ein, und versucht deren Lebenssituation zu erleichtern. So erfährt Chris, dass Kim noch lebt und darüberhinaus, dass sie ein gemeinsames Kind haben. Er gesteht seiner jetzigen Frau seine früheres Leben. Ellen und Chris fliegen nach Bangkok, um Kim und den kleinen Tam zu treffen und deren Leben zu erleichtern. Als Kim von der Ankunft Chris erfährt ist sie überglücklich, hofft sie doch, dass er sie als seine "Ehefrau" und ihr gemeinsames Kind mit in die Vereinigten Staaten nimmt. Jedoch erfährt sie bei einem spontanen Besuch im Hotel, wo sie nur Ellen antrifft, dass Chris inzwischen verheiratet ist, ihr zwar helfen, aber nicht heiraten will. Sie sieht dann nur noch eine Lösung, um wenigsten für Tam eine gesicherte Zukunft zu ermöglichen.

    (Klaus Baberg)

     

     

     

    Kritiken

     
    "Die Songtexte sind zweifellos nicht die stärksten und die Übersetzung von Heinz Rudolf Kunze ist zudem an manchen Stellen wenig glücklich - trotzdem ist es ein Gewinn, dieses Musical überhaupt einmal wieder auf einer Bühne erleben zu können. Allein dafür verdient das Stadttheater Klagenfurt Anerkennung. Dass es darüber hinaus noch mit einer erstklassigen Produktion aufwarten kann, macht die Wiederbegegnung mit ´Miss Saigon´ umso erfreulicher.

    [...] Wie schon in St. Gallen diente das imposante Wrack eines abgestürzten Flugzeugs als zentrale Spielfläche. Mittels Drehbühne und ein paar Kulisen ließen sich ebenso fließend wie rasch die unterschiedlichsten Schauplätze zaubern. Durch die stets sichtbaren Trümmer blieben in jedem Moment die Schrecken des Krieges präsent.

    [...] Erfreulicherweise kann Klagenfurt zudem mit eindrucksvollen Solisten aufwarten. [...] Nicht ganz hundertprozentig war auch der Sound. Das Schlagwerk im von Michael Brandstätter souverän geleiteten Kärntner Symphonieorchester drängte mitunter zu sehr in den Vordergrund und insbesondere bei den Frauen schien der Ton oft zu weit aufgedreht [...]."

    Gerhard Knopf: Miss Saigon. Sehenswerte österreichische Erstaufführung. In: musicals, Das Musicalmagazin, Heft 148, April/Mai 2003, Seite 14-17.

     

     

     

    Medien / Publikationen


    Audio-Aufnahmen

    • "Miss Saigon". Original London Cast, 1989. Decca 24621. (1xCD) / Geffen GEFD2 24271. (2xCD).
    • "Miss Saigon". Stuttgart Cast, 1995. Polydor 527705. (1xCD).
    • "Miss Saigon". London Revival Cast, 2014. Universal / First Night Records 4702301. (2xCD)

     

    DVD / Video

    • Making of "Miss Saigon" - The Heat Is On. Documentary, 1987. A&E Home Video. (1xDVD).
    • "Miss Saigon" + "The Heat is Back (Documentary). London Revival Cast, 2014. Universal. (2xDVD).

     

     

     

    Empfohlene Zitierweise

     
    "Miss Saigon" [Klagenfurt]. In: Musicallexikon. Populäres Musiktheater im deutschsprachigen Raum 1945 bis heute. Herausgegeben von Wolfgang Jansen und Klaus Baberg in Verbindung mit dem Zentrum für Populäre Kultur und Musik der Albert-Ludwigs-Universität Freiburg. www.musicallexikon.eu

    Letzte inhaltliche Änderung: 15. Juni 2021.