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Leben ohne Chris

Musical


Musik von Wolfgang Böhmer 
Text von Peter Lund  

 

 

Inszenierung


Uraufführung: 2. April 2009 
Neuköllner Oper, Berlin, Bundesrepublik Deutschland

 

  • Musikalische Leitung: Hans-Peter Kirchberg / Andreas Altenhof
  • Regie: Peter Lund
  • Choreographie: Neva Howard
  • Bühne: Ulrike Reinhard
  • Kostüme: Claudio Aguirre / Andrea Schmid

 

Besetzung:  

  • Michael: Tobias Bieri
  • Chris: Christopher Brose
  • Lisa: Magdalena Ganter
  • Nadja: Karoline Goebel
  • Birgit: Katrin Höft
  • Danny: Dennis Jankowiak
  • Anna: Julia Gámez Martin
  • Henne: Hendrik Schall
  • Manu: Jasmin Schulz
  • Matze: Sebastian Alexander Stipp

 

 

Premierenchronik

D UA 2. April 2009 Neuköllner Oper, Berlin
A EA 31. Mai 2012 Theater im 1. Stock, Wien (Vienna Konservatorium)

 

 

Inhaltsangabe


"Chris ist sauer. So hat er sich seinen achtzehnten Geburtstag nicht vorgestellt. Nur weil er mit seinem Roller gegen diese blöde Kastanie geknallt ist, steht da jetzt plötzlich dieser Typ mit Flügeln und will ihn abholen, weil Chris angeblich tot ist. Das ist doch wohl ein Witz, oder?

Nein, das ist kein Witz, und Chris’ Freunde finden es auch alles andere als komisch, dass Chris plötzlich nicht mehr da ist. Richtig erschüttert sind sie. Auch wenn Chris manchmal ein echtes Ekelpaket gewesen ist – da sind sich alle einig.

So etwas hört man natürlich nicht gerne. Aber Pech für Chris: seit er tot ist, hört er leider alles was über ihn geredet wird. So hat Chris sich das Leben nach seinem Tod nicht vorgestellt. Und nach und nach kommt er dahinter, dass er sich das Leben vor seinem Tod eigentlich auch anders vorgestellt hatte…

(aus: Info-Karte der Neuköllner Oper, 2009)

 

 

Kritiken

 
"'Leben ohne Chris' hat insofern wenig mit dem Tod zu tun, umso mehr aber mit dem Leben. Der Zuschauer verfolgt den Reifeprozess eines jungen Menschen, der genau die gleichen Probleme hat wie Millionen anderer: Alles scheint möglich, doch nichts wirklich wichtig.

Als Musical macht sich die Geschichte erstaunlich gut: Sarkastische Dialoge und romantische Liebesszenen, Jugendslang und nostalgische Schwärmerei, Realismus und Kitsch - alles liegt so dicht beieinander wie das schnulzige Duett und der rockige Massentanz. Die Darsteller, allesamt Studierende des Studiengangs Musical/Show an der UdK Berlin, spielen, singen und tanzen durchweg gut, allen voran Christopher Brose als Chris und Tobias Bieri als Erzengel. Ein von Anfang bis Ende gelungenes Stück, aktuell, intelligent und unterhaltsam bis zum Happy-End!"

Anouk Meyer: Es gibt ein Leben danach! Aber es ist ein Musical - die Neuköllner Oper inszeniert "Leben ohne Chris". In: Neues Deutschland, 6. April 2009, Seite 17.

 

"Virtuos gelungen sind die Verschränkung von Rückblenden und spekulativer Zukunftsvisionen, die Miischung aus Einzel- und Gruppenaktionen, das sich ständig verschiebende Beziehungsgeflecht der Protagonisten. Ohne sich über seine Figuren zu erheben, reflektiert Peter Lund die Ängste und Hoffnungen einer jungen Generation, die noch nicht so recht weiß, was sie vom Leben erwarten kann. Alles ist noch im Werden begriffen, nichts wirklich festgelegt - das Erwachsenwerden mutet wie eine schwierige Zeit voller Zweifel und Schuldzuweisungen an. Doch das "Leben ohne Chris" in erster Linie ein Musical ist, gespickt mit Charakterdetails, Situationskomik und herrlich absurden Tanzeinlagen, überwiegt am Ende das gute Gefühl."

Felix Stephan: Peter Lund inszeniert "Leben ohne Chris" als Musical. In: Berliner Morgenpost, 7. April 2009.

 

"Peter Lunds Inszenierung lebt von den unterschiedlichen Charakteren und Stärken der Musicalstudenten. Kein Wunder, denn Lund hat die Rollen auf den Leib der Jungdarsteller geschrieben. Er schenkt jeder Rolle einen großen Theatermoment, inklusive Solo und Monologe. So verblasst kein Charakter und in den Köpfen der Zuschauer bleibt eine gute Ensembleleistung hängen.

[...] Die eingängige Vertonung von Komponist Wolfgang Böhmer leidet an vielen Stellen leider an den überraschend holprigen Texten von Lund, dennoch hat "Leben ohne Chris" seine musikalischen Höhepunkte. [...] Sie vollbringen mit Überschlägen und anderen akrobatischen Einlagen wahre Höchstleistungen. Die Choreografie von Neva Howard verdient sich damit zu recht Standing Ovations. Auch das Bühnenbild von Ulrike Reinhard setzt Maßstäbe."

Siri Schneider: Leben ohne Chris. In: musicals, Das Musicalmagazin, Heft 137, Juni/Juli 2009, Seite 26-27.

 

 

 

Medien / Publikationen


Audio

  • "Leben ohne Chris". Original Cast Berlin, 2009. Sound of Music (Alive). (1xCD).

 

  

 

Kommentar


"Leben ohne Chris" der Neuköllner Oper war eine Koproduktion mit der UdK Berlin.

 

 

 

Empfohlene Zitierweise

 
"Leben ohne Chris". In: Musicallexikon. Populäres Musiktheater im deutschsprachigen Raum 1945 bis heute. Herausgegeben von Wolfgang Jansen und Klaus Baberg in Verbindung mit dem Zentrum für Populäre Kultur und Musik der Albert-Ludwigs-Universität Freiburg. www.musicallexikon.eu

Letzte inhaltliche Änderung: 13. April 2021.