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Katharina Knie

Volksstück mit Musik


Musik von Mischa Spoliansky
Buch nach dem Schauspiel "Katharina Knie" von Carl Zuckmayer
Gesangstexte von Robert Gilbert

 

 

Inszenierung


Erstaufführung: 5. Februar 1960
Raimundtheater, Wien, Österreich
 

  • Regie: Alfred Walter
  • Musikalische Leitung: Oswald Unterhauser
  • Bühnenbild: Ferry Windberger
  • Choreografie: Rein Este
  • Kostüme: Gerdago


Besetzung:

  • Karl Knie senior, gen. Vater Knie: Hans Albers
  • Katharina Knie, seine Tochter: Hannelore Cremer
  • Fritz Knie, Katharina Vetter (Balancespiele): Rolf Hobiger
  • Lorenz Knie, Katharinas Vetter (Balancespiele): Ernesto Bittner
  • Ignaz Scheel (Trampolin, Sprungseil): Karl-Heinz König
  • Julius Schmittolini (Clown-Intermezzi): Wolf Harnisch
  • Otto Knut, Adolf Knut (Parterreakrobaten): 2-Elkins
  • Hans Seiler (Schlappseil, komischer Drahtseilakt): Hanso Hetten
  • Konrad Conradi (Pantomime): Rein Este
  • Bibbo (früher Stemm- und Kraftakrobatik, Kasse, Kochen, Waschen): Trude Hesterberg
  • Mario: Hans Holyst
  • Martin Rothacker, Landwirt: Herbert Adler
  • Rothackerin, seine Mutter: Eva Sandor
  • Membel, Gerichtsvollzieher: Hans Buchta
  • Dillinger, Polizeikommissar: Eduard Kautzner
  • Bloomaul, Tätowierer: Hans Fretzer

 

 

 

Premierenchronik

D UA 18. Januar 1957 Theater am Gärtnerplatz, München
CH EA 13. Juni 1957 Stadttheater Basel
A EA 5. Februar 1960 Raimundtheater, Wien

 

 

 

Inhaltsangabe


"In guten und schlechten Tagen war ´Papa Knie´ als Seniorchef der berühmten Seiltänzertruppe ein untadeliges Vorbild echten Artistentums: ohne Netz arbeitete er auf dem Turmseil; die nervigen Fäuste umklammerten die Balancierstange, der kühne Blick hielt sich an der millimeterschmalen Spur des dünnen, straffgespannten Drahtes fest. Doch das Leben hatte sich für den alten Mann einen harten Schicksalsschlag aufgehoben: sein Liebstes, seine bildhübsche Tochter Katharina hat sich in einen reichen Gutsbesitzer verliebt. Sie will nicht mehr das bittere Artistenbrot essen. Katharina träumt von einem besseren Leben ohne Armut, Angst und Sorgen. Verbittert läßt Vater Knie seine Tochter ziehen. ´Du wirst wiederkommen!´ ruft er ihr nach, und eines Abends steht Katharina wirklich wieder vor ihm, doch nur, um sich für immer zu verabschieden. Den Artisten stockt der Atem; sie sehen die Freude in den Augen des Alten, sie wagen nicht, ihm die Wahrheit zu sagen. Da schweigt auch Katharina. Wenige Stunden später aber ist ihr Vater tot."

([ohne Namen]: Ein Leben für den Zirkus. In: Bunte Illustrierte, Nr. 4, 1957, Seite 2.

 

 

 

Medien / Publikationen


Audio-Aufnahme

  • "Seite A: Trippel, Trippel, Trapp / Seite B: Der Mensch muß eine Heimat haben", Interpret: Hans Albers aus "Katharina Knie". Heliodor 450 204, 1958. (Vinyl, Single)

 

Literatur

  • Carl Zuckmayer: Katharina Knie. Ein Seiltänzerstück in vier Akten. In: Ders.: Meisterdramen. Frankfurt/M.: Fischer 1980, Seite 139-217.
  • Carolin Stahrenberg: "Unsere Heimat ist der Wagen", Mischa Spoliansky, das deutsche Musical und die (Re-)Migration. In: Nils Grosch, Wolfgang Jansen (Hrsg.): Zwischen den Stühlen, Remiration und unterhaltendes Musiktheater in den 1950er Jahren. Populäre Kultur und Musik, Band 5, Münster u.a.: Waxmann 2012, Seite 61-86.
  • Christian Walther: Robert Gilbert, Eine zeitgeschichtliche Biografie. Frankfurt/M.: Pater Lang 2016.

 

 

 

Kommentar


Das Seiltänzerstück "Katharina Knie" wurde bereits ein Jahr nach der Buchveröffentlichung von der Karl-Grune-Film-GmbH, Berlin, mit Eugen Klöpfer als Vater Knie und Carmen Boni als seine Tochter Katharina verfilmt. Für den s/w Stummfilm erstellte Werner Schmidt-Boelcke eine Kinomusik-Fassung. Deutsche Filmuraufführung: 13. Dezember 1929.

Als Buch der Uraufführung diente das originale Zuckmayer-Stück. Robert Gilbert hat den hessischen Dialekt der Urfassung ins Hochdeutsche übertragen, kleine Striche vorgenommen und dramaturgisch die Momente für die Songs bestimmt.

 

 

 

Empfohlene Zitierweise


"Katharina Knie" [Wien]. In: Musicallexikon. Populäres Musiktheater im deutschsprachigen Raum 1945 bis heute. Herausgegeben von Wolfgang Jansen und Klaus Baberg in Verbindung mit dem Zentrum für Populäre Kultur und Musik der Albert-Ludwigs-Universität Freiburg. www.musicallexikon.eu

Letzte inhaltliche Änderung: 1. Juli 2021.