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Herbstgewitter

Musikalisches Lustspiel


Musik von Henry Krtschil
Text von Ursula Damm-Wendler

 

 

Inszenierung


Uraufführung: 18. Juni 1983 
Staatsoperette, Dresden, DDR

  • Musikalische Leitung: Manfred Grafe
  • Regie: Peter Herden
  • Ausstattung: Siegfried Rennert

 

Besetzung:  

  • Constanze Wenzel: Maja-Rosewith Riemer
  • Dietmar Wenzel: Karl-Heinz Märtens
  • Eduard Kuhfuß: Hans-Rudolf Schwarze
  • Annekatrin Pannwitz: Eva-Bettina Schöniger
  • Bernd Köfer: Lars Jung / Ulrich Lebich
  • Postbote: Günter Gottschalk
  • Ein Angler: Jürgen Möller / Gerhard Seifert

 

 

 

Premierenchronik

DDR UA 18. Juni 1983 Staatsoperette, Dresden

 

 

 

 

Inhaltsangabe


"In einem Wochenendhaus begegnen sich Bernd und Annekatrin. Sie (20) in Erwartung ihres vergötterten Geliebten (Dietmar, Professor um die 45, angeblich geschieden), er (Anfang 40) in Erwartung der Lektorin Constanze (40), die sich für seine Grafiken interessiert. Bernd, sogleich auf Annekatrin scharf, macht sich über ihre naive Schwärmerei für den "Alten" lustig. Hinzu kommt Eduard, ein junges Dichtertalent von 50 Jahren, der ebenfalls auf Lektorin Constanzes (seiner Cousine) Interesse an seinen schöpferischen Produkten hofft. Endlich trifft Dietmar ein. Als der von Constanzes (seiner Gattin) Kommen erfährt, bereitet er Annekatrin die Enttäuschung: er gesteht, gar nicht geschieden zu sein. Schließlich erscheint Constanze, die nichts mitkriegt und - es blitzt, donnert und gießt draußen - zu abendlicher Party einlädt. Herbstgewitter. Heimliches Nachtgeflüster ihres Gatten mit Annekatrin erst öffnet ihr die Augen. Der schuldbewußten Nebenbuhlerin bietet sie ihren Mann, den Anne jedoch ihr belassen möchte. Ein Telegramm kündigt Sohn, Frau und Neugeborenes an. Was den frischgebackenen Großvater animiert, die Großmutter-Gattin um "Verzeihen, Verschweigen, Vergessen" zu bitten. Happy-End. Annekatrin ist um eine bittere Erfahrung reicher."

Dietmar Fritzsche: Ohne Blitzeinschlag. 'Herbstgewitter' von Damm-Wendler/Krtschil an der Staatsoperette Dresden uraufgeführt. In: Theater der Zeit, Heft 9/1983, Seite 40.

 

 

 

Kritiken

 
"Das 'Herbstgewitter' löst nun keine Jubelstimmung im (für meine Leubener Erfahrungen überraschend mäßig besetzten) Zuschauerraum aus. Obwohl auch diese Inszenierung gewohnt gründlich und einfallsreich vorbereitet worden war und Ursula Damm-Wendler, eine unserer wenigen Autorinnen mit Gespür für volkstümliche, ansprechend-heitere Geschichten, eine in der Grundkonstellation zwar nicht neue, doch aktuelle und komödiantische Handlung niedergeschrieben hatte.

[...] Henry Krtschil, der weitgereiste musikalische Partner Gisela Mays, tastet sich mit einer gewissen Vorsicht an das ihm (als Komponist) neue Metier heran [...] Noch wirken einige seiner Titel (Lieder, Ensembles) zu intim chansonhaft, klingen Song-Anleihen bei Kurt Weill durch, kommt Gesangliches erst allmählich zum Tragen, aber sie besitzen Atmosphäre, Stimmung, treffen genau das Wesen der Figur, der Situation. Was fehlt, ist die bühnenspezifische, gewissermaßen extrovertierte Ausstrahlung. [...] Peter Herden, im Leubener Haus mehrfach als Interpret profilierter seriöser Musical-Herren gefeiert, inszenierte das Stück schnörkellos, klar die Fabel erzählend, die Figuren komödiengemäß, doch nie chargiert prägend."

Dietmar Fritzsche: Ohne Blitzeinschlag. 'Herbstgewitter' von Damm-Wendler/Krtschil an der Staatsoperette Dresden uraufgeführt. In: Theater der Zeit, Heft 9/1983, Seite 40.

 

 

 

Empfohlene Zitierweise

 
"Herbstgewitter". In: Musicallexikon. Populäres Musiktheater im deutschsprachigen Raum 1945 bis heute. Herausgegeben von Wolfgang Jansen und Klaus Baberg in Verbindung mit dem Zentrum für Populäre Kultur und Musik der Albert-Ludwigs-Universität Freiburg. www.musicallexikon.eu

Letzte inhaltliche Änderung: 3. Oktober 2021.