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Hairspray

Musical


Musik von Marc Shaiman 
Buch von Mark O´Donnell und Thomas Meehan 
Sontexte von Scott Wittman und Marc Shaiman 
Nach dem New-Line-Cinema-Film von John Waters 
Orchestrierung von Harold Wheeler, bearbeitet von Steve Sidwell 
Deutsche Dialoge von Jörn Ingwersen
Deutsche Songtexte von Wolfgang Adenberg  

 


Inszenierung


Deutschsprachige Erstaufführung: 15. März 2008
Theater St. Gallen, Schweiz
Eine Co-Produktion des Theaters St. Gallen mit Marek Lieberberg Konzertagentur und Michael Brenner für Brenner Holding.
 

  • Musikalische Leitung: Robert Paul
  • Regie: Matthias Davids
  • Choreografie: Dennis Callahan
  • Bühnenbild: Hans Kudlich
  • Kostüme: Renate Schmitzer
  • Lightdesign: Guido Petzold
  • Sounddesign: Stephan Linde, Frank Sattler


Besetzung:

  • Edna Turnblad: Ralph Morgenstern
  • Wilbur Turnblad: Walter Andreas Müller
  • Tracy Turnblad: Ilse La Monaca
  • Penny Pingelton: Christina Ogink
  • Corny Collins: Frank Winkels
  • Link Larkin: Rasmus Borkowski
  • Amber von Tussle: Nadine Schreier
  • Velma von Tussle: Gudrun Schade
  • Motormouth Maybelle: Amanda Whitford
  • Seeaweed J. Stubbs: Marcel Rocha
  • Little Inez: Walesca Frank
  • Prudy Pingelton, u.a.: Vera Schweiger
  • Mr. Pinky, u.a.: Christian Intorp
  • Kamilla (Dynamite): Nyassa Alberta
  • Judine (Dynamite): Ava Brennan
  • Shayna (Dynamite): Kudra Owens
  • Cindy: Jennifer Boone
  • Brenda: Jessica Francois
  • Tammy: Maria Olga Palliani
  • Lou Ann: Marie Schmieder
  • Shelley: Ingetje Wielenga
  • Brad: Filipe Baracho
  • IQ: Davide Bellota
  • Stooie: Roderick de Leeuw
  • Fender: Simon Eichenberger
  • Sketch: Fabio Liberti
  • Gilbert: Robb Morris
  • Duane: Marcelo Pereira

 

 

Premierenchronik

USA UA 15. August 2002 Neil Simon Theatre, New York
GB EA 30. Oktober 2007 Shaftesbury Theatre, London
CH Dspr. EA 15. März 2008 Theater St. Gallen
D EA 6. Dezember 2009 Musical Dome, Köln
A EA 31. Juli 2015 Bühne Baden


Die Londoner Premiere war zugleich die europäische Erstaufführung.

 

 

Inhaltsangabe


"Baltimore 1962. Die ´Corny-Collins-Show´ ist die angesagteste Tanz-Fernsehshow von ganz, nun ja zumindest von ganz Baltimore. Hier dabei zu sein und Madison, Bug oder Twist zu tanzen, ist der Traum eines jeden Jugendlichen.

Tracy Turnblad hat neben einer wirklich eindrücklichen Fisur ein grosses Herz und eine grosse Leidenschaft: das Tanzen. Leider entspricht sie nicht dem gängigen Schönheitsideal und gehört eher zu den Aussenseitern. Und dann gibt es ja auch noch Amber von Tussle, die optisch gesehen keine Wünsche offen lässt. Sie hat alles, was sich ein Mädchen wünscht: eine tolle Figur, neureiche Eltern und einen schicken Boyfriend. Die beiden sind wie Feuer und Wasser.

Noch ist Amber der Star der Sendung, doch Tracy ist auf dem besten Weg ihr den Rang abzulaufen. Sie bekommt ihre Chance und wird übernacht zum Teenie-Idol. Sie ist einfach ein Ereignis. Aber da hat Mama Turnblad auch noch ein Wörtchen mitzureden, denn sie will ihr Töchterchen eigentlich so gar nicht bei ihrer Fernseh-Karriere unterstützen. Doch am Ende wird alles gut."

(http://theatersg.ch [Zugriff: 31. Juli 2007])

 

 

Kritiken


"Grosse Ideen brauchen grosse Frisuren. Tracy Turnblad macht es vor mit ihrem pilzig-luftigen Rundschopf. Auch die anderen Girls schütteln die unglaublichsten Locken und Blondinengirlanden, die Männern gockeln mit steifgeföhnten und hochgegelten Kämmen. Getoppt wird die haarige Parade vom gewaltigen Lockenwicklerturm der Edna Turnblad - die auch sonst überragend ist in jeder Beziehung. 

Den Oscar für das virtuoseste Hairdesign hat die St. Galler ´Hairspray´-Produktion schon auf sicher. Und die Kostüm- und Requisitenabteilungen verdienen sich weitere Sonderpreise. Mit gewaltigem Aufwand zaubert das Leitungsteam (Regisseur Matthias Davids, Choreograph Dennis Callaghan, Hans Kudlich, Bühne, und Renate Schmitzer, Kostüme) eine grelle Sechzigerjahr-Imitation mit dem gehörigen Schuss Überzeichnung auf die Bühne.

Die schöne, bonbonbunte Konsumwelt ist ausgebrochen."

Peter Surber: Welcome To The Sixties, Am Samstag hatte das Musical "Hairspray" am Theater St. Gallen Premiere. In: St. Galler Tagblatt, 17. März 2008.

 

"Dass sich mit dem Theater St. Gallen ausgerechnet ein Stadttheater die Rechte für die deutschsprachige Erstaufführung eines solchen Erfolgsstücks sichern konnte, kommt nicht von ungefähr, denn schon seit Jahren stellt das Haus Musicalproduktionen auf allerhöchstem Niveau auf die Bühne. Diesmal konnte sich das rührige Theater also einen echten Hochkaräter an Land ziehen, denn nach diesem Stück, das über ein ähnlich hohes Hit-Potenzial verfügen dürfte wie etwa ´Grease´, haben angesichts der internationalen Erfolge natürlich auch schon andere Produzenten interessiert die Fühler ausgestreckt. [...]

Die Premiere am 15. März 2008 und die anschließenden enthusiastischen Publikumsreaktionen werden daher sämtliche Produktionsbeteiligte mit viel Freude aufgenommen haben. Obwohl ein Musical in seiner Ausprägung und Produktion wohl nicht viel angloamerikanischer sein kann als ´Hairspray´, funktioniert und begeistert das turbulente Stück um Lockenwickler, Körbchengröße und Diskriminierung auch bei uns. Dies liegt vor allem daran, mit welcher spielerischen Leichtigkeit und handwerklicher Perfektion das Musical Themen wie Außenseitertum und Rassentrennung aufgreift und umsetzt. Die Musik ist mitreißend, das Buch über alle Maßen originell und den Rest besorgt auch in St. Gallen eine durchweg hochwertige Besetzung."

Markus Zeller: Hairspray, Hinreißend - macht einfach gute Laune. In: musicals, Das Musicalmagazin, Heft 130, April/Mai 2008, Seite 4-7.

 

 

Empfohlene Zitierweise


"Hairspray". In: Musicallexikon. Populäres Musiktheater im deutschsprachigen Raum 1945 bis heute. Herausgegeben von Wolfgang Jansen und Klaus Baberg in Verbindung mit dem Zentrum für Populäre Kultur und Musik der Albert-Ludwigs-Universität Freiburg. www.musicallexikon.eu

Letzte inhaltliche Änderung: 8. Januar 2020.