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Cats

Musical


Musik von Andrew Lloyd Webber 
Nach Gedichten aus "Old Possum´s Book of Practical Cats" von T. S. Eliot
Deutsch von Michael Kunze 
In Zusammenarbeit mit "The Really Useful Company Limited"


Inszenierung


DDR-Erstaufführung: 4. August 1987
Komische Oper, Berlin, DDR

 

  • Regie und Choreographie: Gillian Lynne
  • Konsulent: Trevor Nunn
  • Austattung: John Napier
  • Lichtregie: David Hersey
  • Tonregie: Martin Levan
  • Arrangements: David Cullen und Andrew Lloyd Webber
  • Musikalische Leitung: André Bauer
  • Toneinrichtung: Peter Keiser


Besetzung:

  • Alonzo / Rumpus-Cat: Darryl Robinson
  • Asparagus / Bustopher Jones / Growltiger: Gene Scheer
  • Bill Bailey: Otto Scholtze
  • Bombalurina: Joanie O' Neill
  • Carbucketty: Laszlo Czergezan
  • Cassandra: Laura Edmunds
  • Coricopat: Matthew Jessner
  • Demeter: Katherine Condit
  • Etcetera: Pamela Liebig
  • Grizabella: Angelika Milster
  • Jellylorum: Suzanne Henderson
  • Jemima: Elisabeth Meller
  • Jennyanydots / Griddlebone: Valda Aviks
  • Mr. Mistoffelees: Valentin Baraian
  • Mungojerrie: Andrew Morris
  • Munkustrap: Paul Welterlen
  • Old Deuteronomy: Gordon Bovinet
  • Plato / Macavity: Stanley Dalton
  • Pouncival: Ferdinando Chefalo
  • Quaxo: Michael P Reardon
  • Rumpelteazer: Beatrix Wipperich
  • Rum Tum Tugger: Michael O'Connor
  • Skimbleshanks: Michael Estes
  • Tantomile: Elizabeth Mills
  • Tumblebrutus: Tracy Inman
  • Victoria: Alexandra Young
  • Swing: Niki Bolen, Danielle Brunner, Tito Hernandez, Janet Hinckley, Gregorey Garrison, Gregory McKinnon, Frances O'Neill, Isabell Paterson, Sandor Racz, Andrea Schalk, Gregory Schramel, Randy Scott, Ken-Michael Stafford, Dean Welterlen, Iris Wachalowsky

 

 

 

Premierenchronik

GB UA 11. Mai 1981 New London Theatre, London
USA EA 7. Oktober 1982 Winter Garden Theatre, New York
A Dspr. EA 24. September 1983 Theater an der Wien, Wien
D EA 18. April 1986 Operettenhaus, Hamburg
DDR EA 4. August 1987 Komische Oper, Berlin
CH EA 9. August 1991 Musical-Theater, Zürich

 

 

 

Inhaltsangabe


Nachts irgendwo in London treffen sich die Katzen der Nachbarschaft zum alljährlichen Jellicle-Ball. Höhepunkt des Festes ist wie jedes Jahr die Wahl einer Katze, die in den Katzenhimmel aufgenommen wird und gleichzeitig ihre Wiedergeburt erleben darf. Nach und nach stellen sich die einzelnen Tiere ein, die höchst unterschiedliche Charaktere entfalten. Sie erzählen von sich, ihren Erlebnissen und Abenteuern, berichten von früher, als sie noch jung waren, oder von merkwürdigen Katzen, von denen man mehr hört als zu sehen bekommt.

Außenseiterin ist Grizabella, die einst ein berühmter Star war, doch inzwischen nur noch Lumpen trägt und ganz in ihre Erinnerungen gefangen ist. Old Deuteronomy, die allseits akzeptierte Autorität auf dem Ball, verkündet schließlich zur allgemeinen Überraschung, dass Grizabella die Auserwählte sei, die in den jenseitigen Sphären aufgenommen werde. Gemeinsam schweben sie auf einem alten Autoreifen in den Bühnenhimmel.

(Wolfgang Jansen)

 

 

 

Kritiken


"Der noch nicht einmal 40jährige Komponist hat wie in jedem seiner bisherigen Stücke, die zu Welterfolgen wurden [...], eine höchst eigenwillige, nur für das jeweilige Werk geltende Tonsprache gefunden, das heißt: nichts wird, was in dem einen Werk erfolgreich, ins nächste Projekt hinübergerettet, außer man sieht es in dem unnachahmlichen Gespür für musikalisch-szenischen Effekt. Das läßt Oberflächliches vermuten, glatte Musik, die nicht kräuselt oder gelegentlich zur Tiefe durchschlägt. Aber so ist es bei Lloyd Webber nicht, nur dediziert ein Vorurteil den heiteren musikdramatischen Genres seit jeher eine Flachheit, Tändelei, Kulinarik, selbst da muß man huldvoll den Meistern von Strauß bis Heuberger, von Lincke bis Lehár, von Gershwin bis Kander kompositionstechnisch Außerordentliches bescheinigen.

[...] Zur Inszenierung, deren Signum die Mesalliance von Perfektion und Poesie war: Was letztere anlangt, durfte man sie am wenigsten in diesem Bühnenraum erwarten, den John Napier entworfen hatte. Die Einheitsszenerie nämlich stellte eine städtische Mülldeponie dar, was noch linde gesagt ist, denn eigentlich handelte es sich um einen Drecksschlund sondergleichen, der sich einem düster auftat, gelegentlich farblich aufgehellt von der krustigen Röte einiger Colabüchsen oder dem fauligen Blau irgendwelcher Waschmittelkartons. Aber der als unübertroffene Virtuose theatralischen Beleuchtungswesen geltende David Hersey (Lichtregie) verzauberte diese krude Landschaft in einen poesievollen Ort, wenngleich der nun mehr unweit von Disney-Land zu liegen schien.

[...] Man muß sich nicht mehr in Einzelheiten verlieren: Diese "Cats"-Inszenierung war ein grandios vollzogener Balanceakt zwischen Theater und Show!"

Wolfgang Lange: Katzen wie du und ich? Theater an der Wien mit "Cats" von Andrew Lloyd Webber in der Komischen Oper Berlin. In: Theater der Zeit, Heft 10/1987, Seite 40-41.

 

 

 

Medien / Publikationen


Audio-Aufnahmen

  • Paul Nicholas: "Magical Mr. Mistoffelees", 1980, Polydor 2059 301, Seite 2: "Old Deuteronomy", (Vinyl/Single).
  • Elaine Paige: "Memory", 1981, Polydor 2059 364, Seite 2: "The Overture", (Vinyl/Single).
  • "Cats". Deutsche Originalaufnahme, Theater an der Wien, Studio-Aufnahme, Polydor Stereo 817 365-1, 1983 (1xLP)
  • "Cats". Deutsche Gesamtaufnahme aus dem Hamburger Operettenhaus, Live. Polydor, Stereo 831 092-1, 1986 (2xLP).
  • "Cats", Deutsche Originalaufnahme, Übernahme der Einspielung aus dem Theater an der Wien. AMIGA 8 56 158, Berlin (DDR) 1987. (1xLP)

 

DVD / Video 

  • "Cats". Aufzeichnung der britische Inszenierung, London 1998, Universal 902 5509 (2xDVD).
  • "Cats". Real-Verfilmung Universal Studios, 2019 mit u.a. James Corden, Judi Dench und Ian McKellen. Universal. (1xBlueRay).

 

Literatur

  • T. S. Eliot: Old Possums Katzenbuch. (Englisch und Deutsch), Frankfurt/Main 1972. (EA 1939)
  • Andrew Lloyd Webber: Cats, The Book of the Musical. London: Faber & Faber  and The Really Useful Company 1981.
  • Michael Walsh: Andrew Lloyd Webber, Der erfolgreichste Komponist unserer Zeit. Mainz: Schott 1994. 
  • Friedrich Kurz (mit Marcus Mockler): Der Musical-Mann, Ein steiler Aufstieg, ein tiefer Fall und eine Begegnung mit Gott, die alles veränderte. Autobiografie. Asslar: Gerth Medien 2010.
  • Wolfgang Jansen: "...ein brillantes Katzen-Fantasy-Ballett", Zur deutschen Erstaufführung von ´Cats´ 1986 im Hamburger Operettenhaus. In: musicals, Das Musicalmagazin, Heft 203, Juni/Juli 2010, Seite 34-36.

 

 

 

Kommentar


Die Besetzungsdaten wurden, so lange nicht ein Programmheft des Ost-Berlin-Gastspiels vorliegt, der Homepage der "catsmusical.fandom.com" entnommen.

Die Erstaufführung in der DDR war ein 10-tägiges Gastspiel der Wiener Produktion anläßlich der 750-Jahr-Feier der Stadt Berlin. 

 

 

 

Empfohlene Zitierweise

 
"Cats" (Berlin). In: Musicallexikon. Populäres Musiktheater im deutschsprachigen Raum 1945 bis heute. Herausgegeben von Wolfgang Jansen und Klaus Baberg in Verbindung mit dem Zentrum für Populäre Kultur und Musik der Albert-Ludwigs-Universität Freiburg. www.musicallexikon.eu

Letzte inhaltliche Änderung: 27. Juli 2021.