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Barnum

Musical


Musik von Cy Coleman
Liedertexte von Michael Stewart
Buch von Mark Bramble
Deutsch von Marianne Schubart

 

 

Inszenierung


Deutschsprachige Erstaufführung: 27. März 1987
Theater des Westens, Berlin, Bundesrepublik Deutschland

  • Musikalische Leitung: Ludwig de Ridder
  • Musikalische Einstudierung: Wolfgang Peters
  • Gesamtleitung: Karl Vibach
  • Spielleitung: Mary Porter Hall, New York
  • Bühnenbild: David Mitchell, New York
  • Kostüme: Ilse-Marianne Wittneben
  • Tanzeinstudierung: Roy Durbin
  • Lichtgestaltung: Stephen Watson

 

Besetzung:  

  • P. T.Barnum: Freddy Quinn
  • Chairy Barnum: Eleonore Weisgerber
  • Zirkusdirektor, später James A. Bailey: Pavel Fieber
  • Jenny Lind, Starsopranistin: Ranveig Eckhoff / Patrice Tappé
  • Chester Lyman, Zirkusagent: Karl-Heinz Gierke
  • Joice Heth, eine farbige Pianistin: Michaele McCain
  • Amos Scudder, Museumsdirektor: Hartwig Rudolz
  • Ein Weiss-Clown: Georg Kremer / Roy Durbin
  • Mister Stratton: Joachim von Ulmann
  • Mrs. Stratton, seine Frau: Sigrid Landgrebe
  • Tom Däumling, ihr Sohn: Christel Harthaus
  • Susan Anthony, Frauenrechtlerin: Christine Flegel
  • Julius Goldschmidt: Pavel Fieber
  • Edgar Tempelton, Politiker: Hartwig Rudolz
  • Humbert Morrissey, Politiker: Karl-Heinz Gierke
  • Wilton, Sekretär: Joachim von Ulmann
  • Blues-Sängerin: Michele McCain
  • Weitere Rollen: Clowns / Maurer / Akrobaten / Stehaufmännchen / Athleten / Jongleure / der Bridgeport-Volksfestchor / Orchester von jeder Größe und Zusammensetzung und viele kleine Rollen, die man hier nicht aufzählen kann und die alle vom Ensemble gespielt werden

 

 

Premierenchronik

USA UA 30. April 1980 St. James Theatre, New York
GB EA 11. Juni 1981 Palladium, London
D Dspr. EA 27. März 1983 Theater des Westens, Berlin

 

 

Inhaltsangabe


"Die Handlung spielt in Amerika und in den wichtigsten Hauptstädten der Welt in der Zeit von 1835 bis 1880. Erzählt wird die Geschichte des Zirkuskönigs Phineas Taylor Barnum, seine Erfolge und Mißerfolge bis hin zum Höhepunkt seines facettenreichen Lebens, der Gründung der ´Größten Show der Welt´ einem Zirkus mit Darbietungen in drei Riesenarenen gleichzeitig.

´Barnum ist mein Name, P. T. Barnum, und ich möchte Ihnen gleich sagen, daß Sie heute abend auf dieser Bühne ausnahmslos jede Sehenswürdigkeit, jedes Wunder, jede Zauberei sehen, die es gibt! Barnum, der Name bürgt für Qualität!´ So begrüßt Barnum das Publikum und begleitet es durch den Abend. Die Reise zu einzelnen Stationen seines Lebens beginnt. Schon früh versteht es Barnum, die Menschen mit seinen phantastischen Geschichten in den Bann zu ziehen. Um 1838 präsentiert er seine erste Entdeckung: Joice Heth, mit 161 Jahren die älteste lebende Frau der Welt. Zwar entspricht nicht alles ganz der Wahrheit, doch das Publikum ist gekommen und hat bezahlt, zu sehen und zu hören, was es eigentlich gar nicht gibt.

´Ich muß meinen Standpunkt klar machen: ich muß sie verteidigen, die noble Kunst des Humbug´, sagt Barnum. Barnums Frau Chairy, die aus einer gutbürgerlichen Familie in New England stammt, versucht immer wieder, ihren Mann zu bewegen, einen anderen Beruf auszuüben, etwas Vernünftiges, wo Menschen nicht getäuscht oder in die Irre geführt werden. Sie verweist auf einen Lexikoneintrag, der Humbug als Schwindel und Hochstapelei beschreibt.

Barnums Museum immer neuer Kuriositäten wird zu einem der besuchtesten Vergnügungsplätze in New York. Barnum bekommt den Spitznamen ´The Prince of Humbug´. Als sein Museum abbrennt, geht Barnum mit neuen Attraktionen auf Tournee.

Im Mittelpunkt seiner neuen Bühnenshow steht Jenny Lind, die ´Schwedische Nachtigall´. Nach einer Affäre mit ihr geht Barnum zu Chairy zurück. Beruflich verließ ihn das Glück: Fehlinvestitionen in einer Uhrenfabrik - und schließlich scheitert auch noch seine politische Karriere als Senator. Durch seinen Geschäftspartner James A. Bailey bekommt Barnums Leben eine neue Wende. Er gründet  zusammen mit Bailey ´die größte Show der Welt´, einen Zirkus der Superlative,

´In der großen Manage sehen Sie, meine Damen und Herren, jetzt den Kampf zwischen Humbug und Wahrheit, Kokolores gegen Tatsachen.´"

(Inhaltsangabe aus dem Programmheft zur "Barnum"-Inszenierung des Theater Lüneburg, 1996)

 

 

Kritiken

 
"Vor dem Eingang tänzeln zwei ausgewachsene Dromedare mit schwerfälliger Grazie, in den Foyers werden die Programme von weiblichen Clowns mit roten Nasen feilgeboten, und im Zuschauerraum führen etliche lustige Personen vor, wie man aus bockwurstdünnen Luftballons komische Gummitiere knoten kann; mit einem Wort: Hausherr Karl Vibach hat alles getan, um im Theater des Westens, das sich die deutschsprachige Erstaufführung des Musicals ´Barnum´ gesichert hat , Zirkusatmosphäre herzustellen. [...]

Insgesamt sind die biographischen Episoden jedoch kaum mehr als Vorwände für den Autor, die Regisseurin den Tanzmeister und den Koordinator, immer wieder totales Theater, Zirkustheater, zu machen und sie nutzen diesen Vorwand mit Phantasie und präzisem Witz. In dem wohlgeordneten In-, Neben- und Gegeneinander von jonglierenden Sängern, balancierenden Schauspielern, clownesk paradierenden Musikern, Stelzenläufern und Akrobaten behaupten die biographischen Szenen sich immerhin als Fixpunkt, an denen die Inszenierung sich dem turbulenten Finale entgegenhangelt und an denen Freddy Quinn, der Star der Aufführung, sich gleichermaßen als Sänger, Schauspieler und Artist alle Sympathien des Publikums zu versichern mag."

Hellmut Kotschenreuther: Prinz von Humbug, Freddy ist Star des Musicals "Barnum" im Theater des Westens. In: Bremer Nachrichten, 12. April 1983.

 

 

Medien / Publikationen


Audio-Aufnahmen

  • "Barnum". Original Broadway Cast Recording, Studio-Einspielung vom 26.-30. Mai 1980, Released als LP 1980, als CD 2002, Sony / Columbia SK 89999. (1xCD)
  • OLC 1981 Chrysalis

 

Literatur

  • Elmar Kraushaar: Freddy Quinn - Ein unwahrscheinliches Leben - Biografie. Atrium Verlag, Zürich, 2011.

 

 

Empfohlene Zitierweise

 
"Barnum". In: Musicallexikon. Populäres Musiktheater im deutschsprachigen Raum 1945 bis heute. Herausgegeben von Wolfgang Jansen und Klaus Baberg in Verbindung mit dem Zentrum für Populäre Kultur und Musik der Albert-Ludwigs-Universität Freiburg. www.musicallexikon.eu

Letzte inhaltliche Änderung: 19. November 2019.