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Anstoss für Claudia

Musical in 8 Bildern


Musik von Friedrich-Wilhelm Tiller  
Buch und Liedtexte von Hans-Georg Albig
Autorenberatung von Lothar Arnold und Ursula Sternberg 

 


Inszenierung


Uraufführung: 21. April 1977
Bühnen der Stadt Gera, DDR
 

  • Regie: Lothar Arnold
  • Musikalische Leitung: Rainer Eichhorn
  • Bühnenbild: Lothar Göpfert
  • Kostüme: Romi Wallat
  • Choreographie: Rainer Uhlig
  • Choreinstudierung: Roland Menkhoff


Besetzung:

  • Werner Meyer, genannt "Pele", Fußballspieler einer Ligaelf: Peter Meyer
  • Claudia, Volontär einer lokalen Tageszeitung: Angelika Poser
  • Richard Sorgsam, Trainer: Günter Grünschneder
  • "Ancerl", Fußballspieler aus "Peles" Mannschaft: Peter Tschaplik / Jürgen Kurth
  • Helmut, Fußballspieler aus "Peles" Mannschaft: Klaus Winter / Nils Giesecke
  • Rose Dahlke, Straßenbahnfahrerin: Eleonore Udet
  • Der Große, Kollege aus "Peles" Brigade: Hugo Wieg
  • Der Kleine, Kollege aus "Peles" Brigade: Werner Junghans
  • Ricky, Diskjockey: Jürgen Mutze
  • Erik, Diskjockey; Ekkehard Kaminiarz
  • Reporter: Wolfgang Grimmer
  • Übungsleiter: Emil Hirschleber
  • Die Schöne: Barbara Zitzmann
  • Sportler, Zuschauer, junge Leute in einer Diskothek u. a.: Mitglieder des Theaterchores, Solisten und Mitglieder des Ballettensembles

 

 

Premierenchronik

DDR UA 21. April 1977 Bühnen der Stadt, Gera

 

 

Inhaltsangabe

 

"Werner Meyer (´Pele´) gerät offenbar zum ersten Male in seinem jungen Leben in ernsthaften Konflikte. Seine Mannschaft wirft ihm, dem erfolgreichen Torjäger, eigensinniges Spiel vor. Weiteren Vorwürfen entzieht sich der eitle Star durch die Flucht, auch vor Arbeit und Arbeitskollegen. Das bringt ihm im Betrieb und sogar in der Disco zusätzliche Kritik ein. Trostsuchend kehrt er zur Ex-Freundin Claudia zurück. Aber ihre Mitteilung, er werde bald Vater, hebt ihn noch mehr aus den Angeln. Claudia steht ihrer Wirtin Rosa Dahlke zur Seite, und die Aussicht aufs Studium mit Krippenplatz macht ihr Mut. Irgendwie bereitet sich danach hinter der Szene das glückliche Ende vor, das man dann, wieder auf dem Fußballplatz miterleben darf."

Dietmar Fritzsche: Geläutert vom Streben. In: Theater der Zeit, Heft 8/1977, Seite 46 - 47.

 

 

Kritiken


"Das Musical ´Anstoß für Claudia´ ist eine Geschichte so konfliktreich, so optimistisch wie unser Leben. Die Autoren Hans-Georg Albig (Libretto) und Friedrich-Wilhelm Tiller (Musik) haben es durchaus vermocht, Claudias verzwickte Liebesbeziehungen zum Fußballstürmerstar ´Pele´ mit Temperament und Humor und dabei poesievoll, sachkundig und musikalisch einfallsreich in unseren Breiten anzusiedeln. Ohne jemals vordergründig zu werden - die neuen Beziehungen in die die auf der Bühne handelnden Personen untereinander treten, weisen das Geschehen als Teil unseres Hier und Heute aus. Es ist schon lange normal hierzulande, daß Menschen vom Glück nicht nur träumen, sondern darum ringen. Fehler machen dabei und aus diesen Fehlern lernen? [...] Berichtet man über diesen Erfolg dieser Uraufführung, muß man spätestens jetzt von der Regie sprechen. Sie ist voller Engagement und Ideenreichtum. Lothar Arnold hat diese Aufgabe übernommen und mit Bravour bewältigt."

Renate Treide: Fröhlicher und besinnlicher "Anstoß für Claudia", Gedanken zu einem heiteren musikalischen Gegenwartswerk, das an den Bühnen der Stadt Gera seine Uraufführung erlebte. In: Volkswacht, Bezirkszeitung der SED für Gera, 25. Mai 1977.

 

"Hans-Georg Albigs Librretto ist auf eine Alltagsgeschichte aus, die heiter und doch nicht ohne ernstere Zwischentöne mannigfaltige Bereiche unseres Lebens vorführen will. Das gelingt vor allem mit sehr schönen, poetischen (Lied)-Texten, an denen Intelligenz, Witz und Bilderreichtum gefallen. Sie vermögen dafür zu entschädigen, daß die Fabel doch ziemlich ´dünn´ geraten ist. [...] Die Musik zu dem Musical schrieb Friedrich Tiller. Indem er sich nicht streng an einen bestimmten Stil gehalten hat, vermochte er viele Anregungen und Musiziermöglichkeiten aufzugreifen - nicht zuletzt damit verschafft er sich eine größer Rezeptionsbreite unter seinen Hörern. Gassenhauer und Beat, Rezitativ und Song, Lied und Blues vereinen sich zu einer farbigen, doch niemals ´bunt´ erscheinenden Palette."

Eberhard Kneipel: Menschliche Bewährung in heiterer Version, Das Musical "Anstoß für Claudia" in Gera.In: Neues Deutschland, 8. September 1977.

 

"Mit dieser Konfliktlösung gingen die Autoren einigen kniffligen Dialogen, die den Zuschauern bestimmt interessiert hätten, aus dem Wege. Aber ihr Stück im Fußballmilieu (das Thema Sport stieß beim nicht nur jungen Premierenpublikum auf bemerkenswert aufgeschlossenes Interesse) war so klar konzipiert, daß man an einem anderen Ausgang der Geschichte nie zweifelte."

Dietmar Fritzsche: Geläutert vom Streben. In: Theater der Zeit, Heft 8/1977, Seite 46 - 47.

 

 

Kommentar

 
Das Werk entstand im Auftrag der Bühnen der Stadt Gera und des Rates des Bezirks Gera.

 

 

Empfohlene Zitierweise

 
"Anstoss für Claudia". In: Musicallexikon. Populäres Musiktheater im deutschsprachigen Raum 1945 bis heute. Herausgegeben von Wolfgang Jansen und Klaus Baberg in Verbindung mit dem Zentrum für Populäre Kultur und Musik der Albert-Ludwigs-Universität Freiburg. www.musicallexikon.eu

Letzte inhaltliche Änderung: 9. Februar 2020.