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Andrea

Musical


Musik von Rudi Werion  
Text von Hans-Hermann Krug  
Instrumentation von Wolfgang Huth und Rudi Werion

 


Inszenierung


Uraufführung: 22. Oktober 1967
Volkstheater Halberstadt, DDR
 

  • Musikalische Leitung: Wolfgang Huth
  • Regie: Hans-Hermann Krug, Jürgen Maschwitz
  • Ausstattung: Herbert B. Voigt
  • Chöre: Ernst Wilhelm Schmitt
  • Choreographie: Eugen Kurtzweg


Besetzung:

  • Andrea Wallmüller, Schauspielerin: Ulrike Buhlmann / Dagmar Frederic
  • Karl-Richard Wallmüller, Meister einer Klempner-PGH: Fritz Wenzel
  • Celia Wallmüller, seine Frau: Ursula Köhler
  • Dr. Pat Ritter, Arzt: Manfred Braun
  • Andreas Albrecht, Bauingenieur: Willi Erdmann
  • Fritz Müller, genannt "Moby Dick", Bau-Brigadier: Alfons Schienemann
  • Petra Schurbaum, Bau-Praktikantin: Edith Jeschke / Barbara Uhlmann
  • Blummel, Bauingenieur: Hans-Jochen Partzsch
  • Kahlmann, Bauingenieur: Claus-Peter Schumann
  • Fiffi, Bauingenieur: Joachim Domhardt / Jürgen Mutze
  • Adam Knittel, Intendant: Klaus W. Domhardt
  • Erich Ziegler, Schauspieler: Harald Blümel
  • Frau Grunicke, Schauspielerin: Waltraut Hieber
  • Gunther, ein junger Schauspieler: Siegfried Corthy
  • Eva Ziegler-Bodega, Tänzerin: Rosemarie Büchner
  • Knust, Regisseur: Eckhard Scheglmann
  • Dunkelmann, Oberbeleuchter: Hans-Christoph Kliebes
  • Meier, ein Hausmeister: Hansfried Büchner
  • Hammer, Lokalseiten-Redakteurin: Elsbeth Fuchs

 

Doppelbesetzungen in alphabetischer Reihenfolge

 

 

Premierenchronik

DDR UA 22. Oktober 1971 Volkstheater, Halberstadt

 

 

Inhaltsangabe

 
Titelgebende Andrea Wallmüller ist eine junge  Schauspielerin, die für ihre erste große Rolle am Theater vorspricht. Leider ist sie so aufgeregt, dass sie dieses Vorsprechen total verpatzt. Auf der Straße stößt sie mit Andreas Albrecht zusammen, einem jungen Bauingenieur, der keine gute Meinung vom Theater und von Schauspielerei im Allgemeinen hat. Dennoch kommen sich beide näher, weil sie sich sympathisch sind.
Die Eltern von Andrea sind empört, dass ihre Tochter nicht gleich die Hauptrolle im Theater erhalten hat. Zusammen mit dem Zahnarzt Pat Ritter, den Mutter Wallmüller gern schon als zukünftigen Schwiegersohn sehen würde, marschieren sie los zum Theaterbüro, um ihren Unmut kundzutun. Da der Intendant jedoch gerade abwesend ist, kommt man im Theater auf die Idee, den abwesenden Theaterleiter durch einen Schauspieler zu ersetzen. Leider halten die Schauspieler den anwesenden Zahnarzt wirklich schon für den Bräutigam von Andrea, was sie auch gleich dem doch so verliebten Bauingenieur Andreas mitteilen. Für den ist damit erst einmal Schluß mit der gerade erst begonnenen Beziehung. Dabei hat sich der Zahnarzt und vorgesehene Schwiegersohn Pat Ritter bereits in die Baupraktikantin Petra verguckt. Neben der musikalischen Liebesgeschichte liegt das Grundanliegen des Stückes nach Meinung von Horst Brenner (Theater der Zeit, Heft 2 / 1972, Seite 52) darin, "ideologische Erkenntnis- und Entwicklungsprozesse darzustellen und die optimistische Atmosphäre sozialistischer Beziehungen zwischen den Menschen auszustrahlen". So kommen sich letztendlich auch die Mitglieder des VEB Baubetriebs und die Schauspielerinnen und Schauspieler vom Theater über alle vermeintlichen Grenzen hinweg näher. (Klaus Baberg)

 

Kritiken

 
"Das Libretto Krugs bietet so manchen hübschen, recht flüssigen und teilweise zeitkritisch-kabarettistisch pointierten Dialog. Seinen Liedertexten dagegen fehlt leider oft die Originalität, Esprit und Poesie, gelegentlich auch das Gefühl für Reimsauberkeit und Metrik. Orientiert an der Tanz- und Unterhaltungsmusik von heute und gestern, wirkt Rudi Werions Musik recht gefällig, ohne besonders originell zu sein.

[...] Hier in Halberstadt waren es die Kollegen des VEB Maschinenbau, die zusammen mit den "Volkstheaterleuten" um das Zustandekommen eines neuen Musicals sozialistischen Gepräges kämpften. Das Grundlanliegen des Stückes, ideologische Erkenntnis- und Entwicklungsprozesse darzustellen und die optimistische Atmosphäre sozialistischer Beziehungen zwischen den Menschen auszustrahlen, muß man vorbehaltlos begrüßen."

Horst Berner: Andrea. In: Theater der Zeit, Heft 2, 1972, Seite 52.

 

 

Kommentar

 
Das Musical "Andrea" entstand in enger Zusammen- und Mitarbeit zwischen dem Volkstheater Halberstadt und dem VEB Maschinenbau in Halberstadt.

 

 

Medien / Publikationen


Audio-Aufnahmen

  • Studio-Cast, Musical-Erfolge 2, NOVA, 1974 (LP)

 

 

Empfohlene Zitierweise

 
"Andrea". In: Musicallexikon. Populäres Musiktheater im deutschsprachigen Raum 1945 bis heute. Herausgegeben von Wolfgang Jansen und Klaus Baberg in Verbindung mit dem Zentrum für Populäre Kultur und Musik der Albert-Ludwigs-Universität Freiburg. www.musicallexikon.eu

Letzte inhaltliche Änderung: 5. Juli 2020.