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Alexis Sorbas (Zorba)

Musical nach dem gleichnamigen Roman von Nikos Kazantzakis


Musik John Kander
Gesangstexte von Fred Ebb 
Buch von Joseph Stein 
Deutsche Übersetzung und Neubearbeitung von Johannes Felsenstein

 

 

Inszenierung


DDR-Erstaufführung: 28. Mai 1982 
Deutsches Nationaltheater, Weimar, DDR

  • Musikalische Leitung: Gunter Kalert
  • Regie: Johannes Felsenstein
  • Bühnenbild: Valerie Lewenthal
  • Kostüme: Marina Sokolowa
  • Chöre: Eduard Lehmstedt
  • Choreographie: Elena Voutsinos / Ruth Wolf

 

Besetzung:  

  • Alexis Sorbas: Wolfgang Dehler
  • Nikos: Hans Radloff
  • Hortense: Irmgard Arnold
  • Witwe: Sylvia Kuziemski
  • Exarchon (Vorsängerin): Lia Mühlhaus
  • Chorodos (Chormädchen): Ulrike Freund / Heidemarie Merx

 

Bewohner von Kreta:

  • Manolakos: Hasso Billerbeck
  • Mawrandonis, sein Bruder: Rudolf Reinhardt
  • Pawlis, Mawrandonis Sohn: Ralf-Peter Schulze
  • Mimithos: Christoph Heckel
  • Sifokas: Bernd Lange
  • Alfasa: Manfred Olenicki
  • Anagnostis: Alfred Bohl
  • Gendarm: Hans-Siegfried Hanf
  • Petridis: Gunthart Hellwig
  • Makarian, Wirt: Ernst Eichholz
  • Nievos: Hansgerd Sonnenburg
  • Pope: Michael Lorenz
  • Malamantenja, Krähenweib: Marianne Epheser
  • Lenjo, Krähenweib: Hildegard Dorow
  • Katerina, Krähenweib: Regina de Reese
  • Vortänzer: Assen Kisslov / Michael Daßler

 

Leute von Piräus

  • Seemann: Karl Albert
  • Konstantis, Hafenarbeiter: Alfred Paul
  • Wirt: Joachim Bauer
  • Türken: Michael Daßler / Jürgen Rast

 

Leute in Chania auf Kreta

  • Wirt: Karl Albert
  • Lela, Nutte: Brigitte Dölling
  • Bauchtänzerin: Andrea Römer
  • Seeleute: Michael Daßler / Jürgen Rast

 

  • Vier Admiräle / Vier Mönche: Christoph von Kloch / Peter Ifland / Christian Hultsch / Klaus Graef
  • Tanzkinder: Stojan Kisslov / Jacqueline Geyer
  • Bouzukispieler: Charolambos Adamidis
  • Bühnenmusiker: Uwe Blamberg / Wieland Schneider / Jürgen May / Andreas Meier
  • Mitglieder des Opernchores und der Statisterie des DNT

 

 

 

 

Premierenchronik

USA UA 17. November 1968 Imperial Theatre, New York
A Dspr. EA 28. Januar 1971  Theater an der Wien, Wien
D EA 5. September 1971 Bühnen der Hansestadt, Lübeck
GB EA 27. November 1973 Greenwich Theatre, London
DDR EA 28. Mai 1982 Deutsches Nationaltheater, Weimar
CH EA 4. Januar 1986 Theater, St. Gallen

 

 

 

Inhaltsangabe


"In einem Café in Piräus lernt der Athener Universitätslehrer Nikos, der auf Kreta eine stillgelegte Grube geerbt hat, den Gelegenheitsarbeiter und Lebenskünstler Sorbas kennen. Immer auf der Suche nach Neuem und neugierig auf Menschen bietet Sorbas ihm seine Hilfe an, die Mine wieder in Betrieb zu nehmen.

Gemeinsam reisen sie auf die Insel; dort ist man erfreut über ihr Kommen, da die Ernte schlecht war und Arbeit dringend benötigt wird. Die im Charakter sehr unterschiedlichen Männer quartieren sich bei Madame Hortense ein, einer Französin, die vor langer Zeit ein Star des Cabarets und des Chansons war. Jetzt lebt sie nur noch ihren Erinnerungen, freut sich über die Abwechslung und erliegt im Handumdrehen Sorbas’ Charme.

Nikos und Sorbas suchen Arbeiter für die Mine und müssen bei der Besichtigung der "Erbschaft" feststellen, dass vor allem Material benötigt wird, um den Stollen wieder funktionstüchtig zu machen. Sorbas macht sich auf den Weg in die nächste Stadt. Dort vergisst er, warum er eigentlich gekommen ist, und gibt das Geld des Freundes für Frauen und nicht für Werkzeug und Ausrüstung aus; Nikos schickt er einen Brief, in dem er von seinen Liebesabenteuern berichtet. Der kann Hortense, die wegen Sorbas langer Abwesenheit misstrauisch geworden ist, nur noch mit Notlügen trösten. Mit seinen Gedanken ist er aber bei einer jungen schönen Witwe, die von allen Männern des Dorfes begehrt und dafür gehasst wird. Vor allem Pavli, ein armseliger Bursche um die 20, ist unglücklich in sie verliebt; verzweifelt stürzt er sich ins Meer, als er Nikos in ihr Haus gehen sieht.

Sorbas kommt ohne Geld und mit wenig Ausrüstung zurück. Völlig zerknirscht, von Hortense und Nikos in die Enge getrieben, lässt er sich aus schlechtem Gewissen sogar auf eine Verlobung mit ihr ein. Die Männer im Dorf sind erregt: Sie glauben, die Witwe sei schuld an Pavlis Tod. Als Nikos sie vor der Menge schützen will, wird er von den anderen schnell überwältigt, und auch Sorbas kann nicht verhindern, dass Pavlis Onkel sie ersticht.

Die Mine soll eröffnet werden. Sorbas hat ein Fest organisiert, wofür der über den Mord immer noch fassungslose Nikos kein Verständnis hat. Doch für den Lebenskünstler Sorbas muss das Leben weitergehen. Er will, dass die Mine durch eine Sprengung wieder zugänglich gemacht wird, erreicht aber durch die Explosion nur den Einsturz des Stollens. Gelassen nimmt Nikos das Ende seiner Träume hin; zwar hat er fast alles verloren, doch in Sorbas einen Freund gewonnen, auch wenn er dessen Lebensphilosophie nicht immer versteht. Zu allem Unglück ist Hortense schwer erkrankt und stirbt in Sorbas Armen, getröstet durch seine liebenswerten Schmeicheleien. Nun hält die beiden Männer nichts mehr auf der Insel. Gemeinsam gehen sie fort; Sorbas jedoch auf der Suche nach Neuem in eine andere Richtung als Nikos.

Homepage des Bühnenverlags Felix Bloch Erben, Berlin [https://www.felix-bloch-erben.de/index.php5/pid/1434/Action/showPlay/fbe/64d8f7f093ab1c56ba7540cf8b829b98/, aufgerufen 17. August 2021]

 

 

 

Medien / Publikationen


Audio-Aufnahmen

  • "Zorba". Original Broadway Cast, 1968. Capitol 92053. (1xCD).
  • "Zorba". Original Broadway Cast, 1983 mit Anthony Quinn. RCA Victor 68377-2. (1xCD).
  • "Sorbas". Original Wien Cast, 1971. Preiser PR 90-444. (1xCD).

 

Literatur

  • Nikos Kazantzakis: Alexis Sorbas. Roman. Deutsche Übersetzung Alexander Steinmetz. Anaconda Verlag, München, 2008.

 

 

 

 

Empfohlene Zitierweise

 
"Alexis Sorbas [Weimar]". In: Musicallexikon. Populäres Musiktheater im deutschsprachigen Raum 1945 bis heute. Herausgegeben von Wolfgang Jansen und Klaus Baberg in Verbindung mit dem Zentrum für Populäre Kultur und Musik der Albert-Ludwigs-Universität Freiburg. www.musicallexikon.eu

Letzte inhaltliche Änderung: 17. August 2021.