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Sofies Welt

Musical


Musik von Gisle Kverndokk 
Buch von Oystein Wiik
Nach dem gleichnamigen Roman von Jostein Gaarder
Idee von Inger Schjoldager und Oystein Wiik
Deutsch von Verena Reichel 
Für die Schloßfestspiele Ettlingen eingerichtet von Fritzdieter Gerhards

 


Inszenierung


Uraufführung: 12. Juni 1998
Schloßhof der Schloßfestspiele, Ettlingen, Bundesrepublik Deutschland
 

  • Regie: Fritzdieter Gerhards
  • Musikalische Leitung: Caspar Richter / Gisle Kverndokk / Walter Lochmann
  • Bühnenbild: Dietrich Schoras
  • Choreografie: Ralf Rossa
  • Kostüme: Judith Peter


Besetzung:

  • Major Knag: Dieter Kettenbach
  • Hilde: Uta Jakobi
  • Alberto: Oystein Wiik
  • Sofie: Sanni Luis
  • Jorunn: Paula Susanne Lange
  • Sofies Mutter: Christa Wettstein
  • Hildes Mutter: Colleen Besett
  • Platon: Thorsten Tinney
  • 2 Naturphilosophen: Jon Geoffrey Goldsworthy / Haldor Laegreid
  • Empedokles: Frank Röbling
  • 3 Falsettphilosophen: Colleen Besett, Paula Susanne Lange, Monika Waeckerle
  • Heraklit: Nikolaus Freyer
  • Demokrit: Jan Andreas Kemna
  • Diogenes: Peter van Dasselaer
  • Aristoteles: Dieter Kettenbach
  • Kierkegaard: Haldor Laegreid
  • Noah: Thorsten Tinney
  • Der Kaiser: Dieter Kettenbacher
  • Freud: Monika Waeckerle
  • Jürgen: Frank Röbling
  • Lasse: Roman Moebus
  • Cecilie: Isabell Classen
  • Company: Isabell Classen, Bettina Klinger, Inge de Peinder, Stefanie Ramisch, Danielle Sasso, Barbara Widmann, Peter van Dasselaer, Nikolaus Freyer, Roman Moebus, Heiko Mönnich, Frank Röbling, Stefan Schwinkels

 

 

Premierenchronik

D UA 12. Juni 1998 Schloßfestspiele, Ettlingen

 

 

Inhalt


"Kurz vor ihrem fünfzehnten Geburtstag taucht in Sofies Welt plötzlich ein merkwürdiger Mann namens Alberto Knox auf, der mit grundlegenden philosophischen Fragen und Briefen ihre Neugier weckt: Wer bin ich? – Woher komme ich? Alberto nimmt Sofie mit auf eine spannende Reise durch die Geschichte des Denkens, die sich ihnen in Form einer bunten und witzigen Philosophen-Revue präsentiert.

Sie besuchen den Marktplatz von Athen, begegnen dort u.a. Platon, Archimedes und Sokrates, landen auf dem Weg in die Neuzeit im Mittelalter zwischen und kommen mit so verschiedenen Typen wie Shakespeare, Kant, Hegel, Freud und Darwin in Berührung. Die Spannung steigt noch, als beide herausfinden, dass sie selbst nur Figuren eines Buches sind, welches der UN-Offizier Major Knag gerade für seine ebenfalls fünfzehnjährige Tochter Hilde schreibt. Sofie und Alberto versuchen nun, aus Hildes Buch zu fliehen...

Der realen Welt wird eine poetische Phantasiewelt gegenübergestellt, in der die Autoren die verschiedenen Denkmodelle in musikalisch-lebendige Bilder umgesetzt haben. Jeder Philosoph hat seine eigene Show-Nummer, wobei die Musik bewusst verschiedene Stile zitiert: Sokrates klingt wie ein alter Hollywoodfilm, locker kommen seine Philosophenkollegen im Rhythmus von Jazz, Rap oder Walzer daher. Gegensätzliche Ideen bekämpfen sich als feindliche Gangs, die Planeten tanzen Tango, bei Darwin gibt´s Aerobic und im Café Freud den Blues."

(Homepage des Bühnenverlags Felix Bloch Erben, Berlin, 2020)

 

 

Kritiken


"Als dann die Strahler, die riesige, an eine ´schwingende Buchseite´ oder ein Radrennbahnoval erinnernde, weiß gestrichene Holzbühne in gleißendes Licht setzten, strahlte die Hauptfassade des Schloßhofes große Wärme aus und vertrieb die Kühle des Abends. Oben auf dem Balkon über dem Portal tasteten sich Dirigent und Keyboardspieler, gut eingepackt mit einem transparenten Zelt, vorsichtig und dezent an die erste Melodien des Musicals heran.

[...] Die Hauptdarsteller hatten mit ihren Stimmen getragen und begleitet von Chorsängern in blau-weiß gestreiften Gewändern, die ionischen Säulen symbolisierten, es zumindest bei ihrem Publikum geschafft, athenische Philosophie jenseits geschichtlicher Ferne für das Alltagsleben sichtbar zu machen."

Johannes-Christoph Weis: Mit Böllern unter der Bühne begann das Musicalgeschehen - Wettergott konnte Uraufführung von "Sofies Welt" nicht verhindern. In: Badische Neueste Nachrichten, 13. Juni 1998.

 

"Und dann das: ein Abend von der Sorte, die gut anfangen und immer besser werden, ein zauberhaftes, intelligentes Märchen von heute, spannendes Musiktheater mit originellen und witzigen Texten, mal flapsig, mal ergreifend, aber immer wieder überraschend. Und Musik wie frisch vom Broadway."

Angela Reinhardt: Sofies Welt - Ein wunderbares neues Musical. In: musicals, Das Musicalmagazin, Heft 72, August/September 1998, Seite 54-55.

 

"Das Musical hatte schon vor der Premiere viel Aufmerksamkeit erlangt - immerhin kommt es nicht sehr häufig vor, daß Freilichtspiele ein eigenes Musical in Auftrag geben. Außerdem basiert die Produktion auf einem Bestseller. Jostein Gaarders Roman über die 15jährige Sofie, die sich auf eine Reise durch die Philosophiegeschichte begibt, war nicht nur in Gaarders Heimatland Norwegen ein Verkaufsknüller. [...]

Die Musik von Gisle Kverndokk und die Hauptdarstellerin Sanni Luis sollen ein übriges tun; immerhin hat Sanni Luis, die in Ettlingen die Sofie spielt, bereits in ´Les Miserables´ (Duisburg) und ´Miss Saigon´ (Stuttgart) Erfolge gefeiert."

Michael Hübl: Glück mit deer Uraufführung, Schloßfestspiele Ettlingen mit "Sofies Welt" eröffnet. In: Bruchsaler Rundschau, 13. Juni 1998.

 

 

Medien / Publikationen


Audio-Aufnahmen

  • "Sophies World". The Musical, Studio Cast Recording, Polydor (Univeral Music). (1xCD)

 

Literatur

  • Jostein Gaarder: Sofies Welt. Roman über die Geschichte der Philosophie, aus dem Norwegischen von Gabriele Haefs, Wien: Hanser 1993. 

 

 

Empfohlene Zitierweise

 
"Sofies Welt". In: Musicallexikon. Populäres Musiktheater im deutschsprachigen Raum 1945 bis heute. Herausgegeben von Wolfgang Jansen und Klaus Baberg in Verbindung mit dem Zentrum für Populäre Kultur und Musik der Albert-Ludwigs-Universität Freiburg. www.musicallexikon.eu

Letzte inhaltliche Änderung: 30. September 2020.