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Singin' in the Rain

Musical

 

Drehbuch und Bearbeitung von Betty Comden und Adolph Green
Basierend auf dem gleichnamigen MGM-Film
Originalchoreografie von Gene Kelly und Stanley Donen  
Gesangstexte von Nacio Herb Brown und Arthur Freed
Deutsche Übersetzung von Hartmut H. Forche

 


Inszenierung


Deutsche Erstaufführung: 15. April 1994
Staatsoperette, Dresden, Bundesrepublik Deutschland

Songs in englischer Sprache.
 

  • Inszenierung und Choreografie: Gunther-R. Eggert
  • Musikalische Leitung: Volker Münch
  • Bühnenbild: Siegfried Rennert
  • Kostüme: Ingrid Rahaus
  • Chöre: Siegfried Fischer

 

Besetzung:

  • Dora Bailey, Reporterin: Maria Rolle
  • Zelda Zanders, Filmstar: Manuela Sieber
  • J. Cumberland Spendrill III., Hans-Jürgen Schmidt
  • Olga Mara, Filmstar: Mandy Garbrecht
  • deren Begleiter: Martin Bicking
  • Mary Margret, Filmstar: Edith Kraft
  • deren Eehemann: Reiner Schäfer
  • R. F. Simpson, Produzent: Hans Großer / Weslau Werschner
  • Mrs. Simpson: Christina Meier
  • Roscoe Dexter, Regisseur: Günther Weichert / Heinz Zimmer
  • Rod, Pressesprecher: Uwe Kirsten
  • Cosmo Brown: Wolfgang Dosch / Ole-Solomon Junge
  • Lina Lamont: Monika Hildebrand / Maja-Roseewith Riemer
  • Don Lockwood: Hansgeorg Gantert / Stefan Nagel
  • Der junge Don: Rico Hartmann / Klaus-Peter Kraft
  • Der junge Cosmo: Christoph Loose / Stephan Müller
  • Striptease-Girl: Annett Bräuer / Jana Seidel
  • Kathy Selden: Friederike Haas / Mary Harper
  • Polizist: Günter Gottschalk
  • Party-Girl: Romy Hildebrandt
  • Regieassistent: Jürgen Pöckel
  • Kameramann: Bernd Franke
  • Garderobiere: Annett Klügel
  • Maskenbildnerin: Marcella Gerstenberger
  • Tenor: Werner Heinen
  • Sid Phillips, Regisseur: Hermann Ramoth
  • Miss Dinsmor: Jutta Richter-Merz
  • Sprecherzieher: Werner Knodel
  • Tontechniker: Gottfried Neumann

 

 

Premierenchronik

GB UA 30. Juni 1983 Palladium Theatre, London
USA EA 2. Juli 1985 George Gershwin Theatre, New York
D EA 15. April 1994 Staatsoperette, Dresden
CH EA 12. Oktober 2002 Stadttheater Bern
A EA 28. Januar 2010 Stadttheater, Klagenfurt

 

 

Inhaltsangabe


Bei einer Feier nach einer erfolgreichen Filmpremiere lernt der Stummfilmstar Don Lockwood die junge Kathy Selden kennen und verliebt sich sofort in sie, obwohl alle Filmfans der Überzeugung sind, das Don mit seiner Filmpartnerin Lina Lamont liiert ist. Nur Dons Freund und Filmkompagnon Cosmo Brown weiß es besser, kennt er doch Lina zu gut.

Als der Tonfilm aufkommt, häufen sich die Schwierigkeiten beim Filmproduzenten Simpson, denn Linas Stimme ist für das neue Medium nicht zu gebrauchen und wo sich das Mikrophon für die Aufnahmen befindet, kann sich Miss Lamont mit ihrer Piepsstimme auch nicht merken. Man kommt auf die Idee, dass Kathy, ohne das Wissen von Lina, diese heimlich synchronisieren soll.

Zum Ende wendet sich aber alles zum Guten, als auch das Premierenpublikum des neuesten Don Lockwood & Lina Lamont-Films erkennt, wer die wahre, richtige Gesangsstimme der Hauptdarstellerin ist - Kathy Selden.

(Klaus Baberg)

 

 

Kritiken

 

"Den alten Film-Reißer in ein Musical zu verwandeln, geschah erst vor rund zwanzig Jahren durch Tommy Steele. Seine Broadway-Premiere war 1985 jedoch ein Mißerfolg - erst die mutige Initiatoren der Staatsoperette (vermutlich blieb der Charme der Intendantin Elke Schneider nicht ohne Wirkung) erwarben das Material zwecks deutscher Erstaufführung - und sicherten dem Werk einen knalligen Erfolg.

Gunther-R. Eggert als Gast, ein Glücksstern unter den wenigen Musical-Regisseuren, brachte die aufregende Geschichte vom Sterben des Stummfilms und der Neugeburt des Tonfilms mit allen Befürchtungen, Hoffnungen, Intrigen und Mißverständnissen locker auf die Bühne. Für die vorhandenen Komödianten des Hauses feuerte er noch zusätzliche Schüsse Musical-Esprit ab, und siedelte das Ganze zwischen Heiterkeit, Ulk und trauriger Wirklichkeit an. [...]

Der unermüdliche Regisseur zeigte sich sogar als Choreograph mit apart-stimmigen Ballettaufgaben, die von der Tanzgruppe der Staatsoperette appetitlich-diszipliniert erfüllt wurden; sogar den beweglichen Chor hatte er zu einigen Step-Tänzen qualifiziert. Schließlich hatte er das gesamte Ensemble tanzend ins Finale transportiert, mitreißend genug, das Premierenpublikum zur Raserei zu bringen."

Wolfgang Gubisch: Als der Tonfilm kam, "Singin´ in the Rain" hatte am Wochenende an der Staatsoperette Premiere. In: Sächsische Zeitung, 18. April 1994.

 

"Im wesentlichen wird dieses Musical von vier Figuren bestimmt, Maja-Rosewith Riemer, die an der Statsoperette in unzähligen Rollen zu sehen und zu hören war, spielt die Lina Lamont. Ganz auf ihre schauspielerische Präsenz angewiesen: der alternde Star mit Fistelstimme. Ein Kabinettstück! Stefan Nagel als Don Lockwood mit einer unnachahmlichen Spielfreude ist neben Ole-Solomon Junge als Cosmo Brown der Publikumsliebling des Abends. Friederike Haas gibt der Kathy Selden die anfängliche Schüchternheit, die, als sie ihre Chance bekommt, ihr ganzes Können ausspielt."

Lutz Hesse: Singin' in the Rain. In: musicals, Das Musicalmagazin, Heft 47, Juni/Juli 1994, Seite 14-15.

 

 

Medien / Publikationen


Audio-Aufnahmen

  • "Singin' in the Rain" OLC, 1984, First Night Record 6013.
  • "Singin' in the Rain" Soundtrack m. Gene Kelly, Donold O'Connor, Debbie Reynolds, 1952, Rhino 74497.
  • "Singin' in the Rain" London Revival Cast, 2012, First Night Records CastD 114.

 

DVD / Video

  • "Singin´ in the Rain". Ein Film von Gene Kelly und Stanley Donen, MGM (USA) 1952, als DVD veröffentlicht von der Süddeutschen Zeitung in der Serie "Cinemathek", Nr. 50, München 2005.

 

Literatur

  • Wolfgang Jansen: "Singin´ in the Rain" auf der Bühne, Zur internationalen Rezeption des Musicals. In: Joachim Brügge, Nils Grosch (Hrsg.): Singin´ in the Rain, Kulturgeschichte eines Hollywood-Musical-Klassikers. Populäre Kultur und Musik, Band 12, Münster u.a.: Waxmann 2014.

 

 

Empfohlene Zitierweise


"Singin' in the Rain". In: Musicallexikon. Populäres Musiktheater im deutschsprachigen Raum 1945 bis heute. Herausgegeben von Wolfgang Jansen und Klaus Baberg in Verbindung mit dem Zentrum für Populäre Kultur und Musik der Albert-Ludwigs-Universität Freiburg. www.musicallexikon.eu

Letzte inhaltliche Änderung: 21. November 2020.