Sie sind hier: Startseite Inhalte Ein Engel in der Leitung (Bells …

Ein Engel in der Leitung (Bells Are Ringing)

Musical in zwei Akten


Musik von Jule Styne
Buch und Gesangstexte von Betty Comden und Adolph Green  
Deutsche Fassung von Ralf Wolter

 

 

Inszenierung


Deutschsprachige Erstaufführung: 30. Dezember 1959
Städtische Bühnen (Kleines Haus im Börsensaal), Frankfurt, Bundesrepublik Deutschland

 

  • Musikalische Bearbeitung / Leitung: Johannes Zimmermann
  • Musikalische Einstudierung: Muriel Rahn
  • Regie: Edward Mangum
  • Choreographie: Michael Piel
  • Bühnenbild: Franz Mertz
  • Kostüme: Brigitte Erdmann

 

Besetzung:  

    • Sue Summers: Gisela Fischer
    • Gwynnne Smith: Katja Kessler
    • Ella Peterson: Elisabeth Wiedemann
    • Karl: Michael Piel
    • Inspektor Barnes: Friedrich Kolander
    • Francis: Kurt Dommisch
    • Sandor: Emil Seidenspinner
    • Jeffrey Moss: Ernst Stankovski
    • Larry Hastings: Günter Skopnik
    • Ludwig Blümchen: Walter Matschuk
    • Dr. Kitchell: Dieter Brammer
    • Blake Barton: Klaus Boltzen
    • Olga: Rosemarie Weber
    • Zwei Männer von der Corvello-Bande: Hans M. Koettenich / Werner Siedhoff
    • Paul Arnold: Georg Volk
    • Tänzer: Karin van Aroldingen / Regine Muehlenberg / Carla Reinemer / Jürgen Gründling / Paul Herbinger / Georg Volk
    • Sänger: Ingrid Eichenauer / Edith Greza / Jean Nicholls / Waltraud Reeg / Anita Schwab / Denny Anderson / Manfred Darmstadt / Jos Hartmann / Jürgen Heymann / Ernst Kraas / Horst Schmidt / Randolf Schmitt

     

    Premierenchronik

    USA UA 29. November 1956 Shubert Theatre, New York
    GB EA 14. November 1957 Coliseum Theatre, London
    D Dspr. EA 30. Dezember 1959 Städtische Bühnen (Kleines Haus im Börsensaal), Frankfurt

     

     

     

    Inhalt


    "In dem Stück mit dem deutschen Titel EIN ENGEL IN DER LEITUNG geht es um das sogenannte "Fräulein vom Amt", jene Person in der Telefonzentrale also, die einst die Verbindungen herstellte, Nachrichten weiterleitete oder die Weckaufträge entgegennahm. Sie verliebt sich in die Stimme eines immer wieder anrufenden Mannes, der sie ebenfalls nur von der Stimme her kennt. Endlich ergibt sich die Gelegenheit, ihn im wahren Leben zu begegnen - und beherzt ergreift sie die Chance. Nach heftigen Turbulenzen und Rückschlägen werden die beiden ein Paar.!

    (Wolfgang Jansen. In: Cats & Co - Geschichte des Musicals im deutschsprachigen Theater. Henschel Verlag, Berlin, 2008, Seite 30.)

     

     

    Kritiken


    "Das Textbuch von Betty Comden und Adolph Green ist unterhaltend, es hat - in den hübschen Einfällen und im soliden Theaterhandwerk - sicher mehr Qualitäten als manche hierzulande gängige Operette. [...] Jule Styne läßt dazu unaufdringlich eine charmante Musik einfließen, die melodisch reizvoll ist und harmonisch manche aparte Wendung bringt. Gerade das mußte freilich in Frankfurt verlorengehen, weil man statt der originalen Orchesterfassung eine dürre Bearbeitung für zwei Klaviere und Schlagzeug präsentierte."

    W. St.: Ein Engel in der Leitung. In: Süddeutsche Zeitung (München), 8. Januar 1960.



    "Vor der Pause ging es noch einigermaßen behende und lebhaft zu, aber im zweiten Teil zog's sich hin und schrie nach dem Rotstift. Edward Magnum, der Regie führte, versuchte zwar die notwendige Klick-Klack, drückte zuerst aufs Tempo und hielt, wo es angebracht ist, die schön-sentimentalen Fermaten der Soli. Doch später verfiel auch die Regie in den Operetten-Klamauk, den das Musical gerade nicht will. Schwer hatte er es mit den Akteuren; Singen, Tanzen und Spielen zugleich, das kann hierzulande fast niemand.

    [...] Schade; das Musical ist eine schöne Kunstgattung. Das Publikum war nachsichtig-freundlich gestimmt und gab dem zahlreichen Ensemble seinen dankbaren Beifall. Mit den Akteuren verbeugte sich auch die Mit-Autorin Betty Comden mit viel Grazie."

    S.-F.: Verstopftes Musical. "Ein Engel in der Leitung" in Frankfurt. In: Frankfurter Allgemeine Zeitung, 2. Januar 1960.



    "Mangum and Miss Rahn have done a fine job and the production appears to have audience appeal despite certain shortcomings resulting principally from the smallness of the house. The orchestra of only three pieces fauls to register effectively and the dance routines are restricted mostly to simple stepping. However, the cast headed by Elisabeth Wiedmann and Ernest Stankovski is good. The Betty Comden, Adolph Green and Jule Styne vehicle has been given an excellent translation by Ralf Wolter. "Bells" is the second American musical to be done here."

    [ohne Autorennennung]: "Bells" a Frankfurt Hit, But Germans Don't Dig Phone Services Bookies. In: Variety, New York, Vol. 21, No. 9, 27. Januar 1960.

     

     

    Medien / Publikationen


    Audio-/Video-Aufnahmen

    • "Bells are Ringing". Original Broadway Cast, Shubert Theatre, 1956, Studio-Einspielung, Sony SK 89545, als CD released 2001. (1xCD)
    • "Bells are Ringing". Original Film Soundtrack, MGM, 1960, Capitol W 1435. (1xCD)
    • "Bells are Ringing". The New Broadway Cast Recording, 2001, Flynsworth Alley 302 062 115 2. (1xCD)
    • "Bells are Ringing". MGM-Film, 1960 mit Dean Martin und Judy Holliday. Warner Home Video. (1xDVD)

     

    Literatur

    • Theodore Taylor: Jule. The Story Of Composer Jule Styne. New York: Random House, 1979.
    • Jule Styne:The Songs Of Jule Styne. London: Hal Leonard Corp., 1989.
    • Wolfgang Jansen: Cats & Co - Geschichte des Musicals im deutschsprachigen Theater. Berlin: Henschel Verlag,  2008

     

     

     

    Empfohlene Zitierweise

     
    "Ein Engel in der Leitung (Bells Are Ringing)". In: Musicallexikon. Populäres Musiktheater im deutschsprachigen Raum 1945 bis heute. Herausgegeben von Wolfgang Jansen und Klaus Baberg in Verbindung mit dem Zentrum für Populäre Kultur und Musik der Albert-Ludwigs-Universität Freiburg. www.musicallexikon.eu

    Letzte inhaltliche Änderung: 15. März 2021.